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Across a dark Land
Ohad Matalon: Rahat, 2013, 55 x 70 cm

Ohad Matalon »

Across a dark Land

6. Monat der Fotografie Berlin

Exhibition: 19 Sep – 15 Nov 2014

Thu 18 Sep 19:00

Podbielski Contemporary

Via Vincenzo Monti 12
20123 Milano

+39 -(0)33 82 38 17 20


www.podbielskicontemporary.com

Across a dark Land
Ohad Matalon: Urim, 2013, 110 x 110 cm

Ohad Matalon
"Across a dark Land"


Ausstellung: 19. September bis 15. November 2014
Eröffnung: 18. September, 19 Uhr

Podbielski Contemporary präsentiert bereits zum zweiten Mal die neuesten Arbeiten des israelischen Künstlers Ohad Matalon. Die Bilder seiner jüngsten Serie Across a dark Land werden hier in Berlin zum ersten Mal gezeigt. Ohad Matalon ist einer der bekanntesten und gefeiertesten Fotografiekünstler Israels.

Ohad Matalon bringt uns in ein Land der Finsternis, ohne Leben und Tageslicht. Die gesamte Aufmerksamkeit des Künstlers gilt einsamen Gebäuden oder Strukturen, einzelnen Fragmenten und isolierten, abgelegenen Bäumen. Sie erscheinen wie Reste einer verschwundenen Welt. Diese Fremdartigkeit wird durch die Nacht verstärkt, welche in sich, eine "unterschiedliche", bedeutungsvolle Dimension darstellt: heiß geliebt von Romantikern und Surrealisten, ist die dunkle, finstere Nacht eine Metapher für Verdammnis, Sünde und Verlust von Vernunft.

Indem Matalon restliche Elemente, fast Fragmente, verlassen vor einem vagen, offenen, unscharfen und endlosen Horizont auswählt, um sie gerade nachts zu fotografieren, zwingt er nicht nur den Betrachter, sondern auch die Fotografie selbst, sich der Fremdartigkeit zu stellen, der Tatsache, außerhalb von allem zu sein, ausgeschlossen von allen typischen und vertrauten Dimensionen. Wir befinden uns – zumindest in einigen Bildern – eindeutig in einer Kriegszone. Die Gebäude in Target ii, Zeelim und A Safety House und Urim, gleichen einem Sieb; unzählige Einschusslöcher oder Einschläge haben den Putz zerstört, die Wände demoliert und Teilbereiche zum Einstürzen gebracht. Sogar der Krieg selbst scheint sie verlassen zu haben.

Diese Bilder sind nicht da, um zu informieren. Sie ergreifen weder Partei noch beziehen sie Stellung. Besonders heutzutage wird der Nahe Osten von der Medienwelt und den Informationskanälen buchstäblich verschlungen. Erfolgshungrig und gierig lauern sie auf ein Bild, das denunziert, verrät, anklagt und eine Grenze zwischen Gut und Böse zieht.

Across a dark Land
Ohad Matalon: Tower, Egypt-Israel Border, 2011-2013, 150 x 110 cm

Malatons Werk generiert Fragen und Probleme, auch die bedauerlichen und schmerzlichen. Es gibt keine Antworten. Seine Bilder sind zweifellos Fragmente der porträtierten Realität. Dies ist die Realität eines, an einer blutenden Grenze und ständig unter Druck und der Angst vor einem Angriff lebenden Menschen.

Matalon kaschiert die politische, militärische und sogar gewalttätige Beschwörung, die seine Subjekte mit sich tragen, nicht. Trotz allem verleiht er ihnen eine theatralische und gänzlich künstliche Aura, welche im Gegensatz zur wahren Natur der Fotografie steht. Das Bild ist ebenso ein Fragment der Realität, als auch eine Bühne. Wo sind wir? Was wollen wir hören? Was suchen wir? Gewalt, Schönheit, Geschichte, etwas Spektakuläres? Ohad Matalons Bilder beziehen sich offen auf die Klassik, auf das ästhetische Konzept der Erhabenheit des 18. Jahrhunderts, allerdings mit einem neuen Ansatz, dem einer neuen, überzeugend zeitgenössischen Version. (Text von Prof. Martina Corgnati)

Die Ausstellung bei Podbielski Contemporary findet im Rahmen des 6. Europäischen Monats der Fotografie Berlin statt.

Im November 2014 präsentiert Ohad Matalon seine neuesten Arbeiten in einer Einzelausstellung im Tel Aviv Museum of Art.

Across a dark Land
Ohad Matalon: Zeelim, 2013, 2013, 110 x 150 cm