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Gate 114
© Jana Evers

Gate 114

Abschlussklasse Bertram Kober

Christophe Egger » Jana Evers » Alexander Meyer » Ronja J. Naumann » Max Stippel » Benjamin Visinand » Marc Wellmann »

Exhibition: 21 Mar – 3 May 2015

Fri 20 Mar 19:00

Neue Schule für Fotografie

Brunnenstr. 188-190
10119 Berlin
Thu-Sun 13-18

Internationale Akademie für Photographie e.V.


Berlin

+49 (0)30-28046862


iaph-ev.de

Gate 114
© Max Stippel

"Gate 114"
Abschlussklasse Bertram Kober


Ausstellung: 21. März bis 3. Mai 2015
Eröffnung: 20. März, 19 Uhr

www.gate113-114.com

Gezeigt werden die Abschlussarbeiten von sieben Studentinnen und Studenten unserer Schule, die sie in den letzten drei Semestern entwickelt und realisiert haben.

Von Mai bis Juni wird sich die Abschlussklasse von Eva Maria Ocherbauer unter dem Titel "GATE 113" präsentieren.

Zur Ausstellung erscheint ein gemeinsamer Katalog.

Christophe Egger: "Izabal"
Das Jahr 2001 verbrachte Christophe Egger in Puerto Barrios, Izabal, eine Hafenstadt am Karibischen Meer. Die Region war von organisierten Kriminalbanden, sogenannte "Maras" und lokalen Drogenkartellen dominiert, die Polizei hatte nahezu keine Präsenz. Nur einige Jahre nach dem Ende des blutigen Bürgerkrieges (1960-1996) war Izabal de facto noch unter militärischer Kontrolle. Christophe Egger ist nach 13 Jahren zurück gereist, um den Alltag einer durch Gewalt geprägter Gesellschaft, welche zwischen Zukunftslosigkeit und Hoffnung schwankt, zu dokumentieren. Viel hat sich verändert, nur eins ist geblieben, die Gewalt. Die Guatemalteken haben ein gängiges Sprichwort: "En Guatemala, la vida no vale nada", in Guatemala hat ein Leben keinen Wert.

Jana Evers: "La ZAD"
In Westfrankreich, nahe der Stadt Nantes, erstreckt sich eines der größten besetzten Gebiete Europas: "La ZAD" ("Zone à defendre" – "Zu verteidigende Zone"). Anlass für die Besetzung ist ein seit den 70er Jahren geplanter Flughafen, dessen Erbauung verhindert werden soll. Auf einer Fläche von rund 2000 Hektar Land leben Menschen verstreut in selbstgebauten Hütten, Baumhäusern und Bauwagen. Diese haben sich mit einen umweltbewussten und nahezu autarken Lebensstil für den Protest entschieden. Entstanden ist eine alternative Kultur des Widerstands fernab der modernen Gesellschaft.

Alexander Meyer: "Leibeigen"
Alexander Meyer möchte in seinen Bildern Dingen und Orten mit Anspruch begegnen und ihnen Würdigung entgegenbringen. Er will ihnen ein Bild machen und bettet diese befragend in neue Kontexte ein. Alexander Meyer kommt somit dem Wesen der Umgebung näher. Sein fotografischer Blick in die Welt schließt die Sichtweise des Phänomenologen Maurice Merleau-Ponty ein und bringt diese mit der Fotografie in Verbindung. „Der Körper als Durchgangsort zur Welt“ so beschreibt Merleau-Ponty unseren Leib. „Analog dazu — im Sinne der Fotografierenden — sind es unsere fotografischen Hilfsmittel, welche uns als Verlängerung des Körpers, als Tor zur Wahrnehmung, unserem Ausdruckswillen helfen“ führt Alexander Meyer aus. Sein Ziel ist es, in der Arbeit "Leibeigen" — „zu den Sachen selbst in der Welt vorzudringen“. Seine Bilder schließen eine ästhetische Hinterfragung unserer Lebenswelt ein, in welcher wir eingebettet leben, wirken und gestalten.

Gate 114
© Alexander Meyer

Ronja J. Naumann: "Mein Kleid"
"Mein Kleid" ist eine Projektion für meine Gedanken. Die Ein- und Bekleidung des Körpers ist eine Metaphor. Sie wandelt sich mit der Zeit und existiert nur noch in der Fotografie. Im Prozess setzte ich das Kleid aus immer gleichen Stoffen zusammen, kröne die Frau, die es für mich trägt. Ich kreiere einen Kopfschmuck nur für sie und nur für dieses Kleid. Danach schwindet es wieder. Seit zweieinhalb Jahren ist eine Art Tagebuch entstanden.

Max Stippel: "Hans Scharoun"
Scharoun schuf mit der Berliner Philharmonie einen Prototyp des demokratischen Bauens. Durch die Neuinterpretation der Beziehung Mensch, Raum, Musik mit der Bühne als Zentrum des Konzertsaals brach Hans Scharoun mit der traditionellen Raumaufteilung. Er setzte die Musik räumlich und visuell in den Mittelpunkt.

Benjamin Visinand: "Anna"
In der Schweiz leben mehr als 40% der über 65 Jahre alten Frauen alleine. Dies ist keine Ausnahme in Europa. In einigen Ländern nehmen Senioren eine zentrale Stellung in der Gesellschaft ein und werden als "nationales Kulturgut" oder "Lebendige Bibliothek" geschätzt. Nach mehr als 50 Jahren gemeinsamer Ehe verstarb mein Großvater. Plötzlich war meine Großmutter mit einem neuen Alltag konfrontiert. Das Haus war auf einmal leer und sie musste die täglichen Herausforderungen alleine bewältigen. Dies war die Gelegenheit mich mit diesem Problem zu befassen und Zeit mit meinem "Nationalen Schatz" zu verbringen. Wer war meine Großmutter?

Marc Wellmann: "WERT | SACHE"
"Das hat ja mit Kunst nichts zu tun, was da spekuliert wird. Das sind ja Werte, das sind ja also Gegenstände. Wenn das Bild dann später einmal zu einem Spekulationsobjekt wird, dann hat es seinen eigenen Wert. Das hat ja nichts mit dem Bild, das es darstellt, zu tun, das ist dann der Gegenstand und der ist in der Zeit mal hoch, mal nieder. Aber das hat mit dem Bild ... also das entwertet ja nicht das Bild, wenn es 20 Millionen kostet, es wertet das Bild aber auch nicht auf. Es gibt ja ganz andere Kunst, die sich wirklich mit dem Wert auseinander setzt, wie jetzt bei Hirst oder bei Koons. Nicht ... also wenn sie einen Haifisch in Aspik im Eingang haben, der hat 5 Millionen gekostet, der muss immer 5 Millionen kosten. Der darf nie im Preis runtergehen, wenn der einmal im Preis runtergeht, ist es keine Erfolgsdevotionalie mehr, dann ist er nix mehr wert. Also in sofern ist das gar kein Handelsobjekt, sondern ist nur der Preis, den es gerade kostet. Das Phänomen Preis. Aber die Sache selber, ein Haifisch in Aspik, ist so belanglos wie nur irgendetwas." (Zitat: Markus Lüpertz)

Gate 114
© Ronja J. Naumann
Gate 114
© Benjamin Visinand