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Cuba im Blick
Alfredo Sarabia Señor

Cuba im Blick

Drei Ausstellungen

Pedro Abascal » Juan Carlos Alom » Joan Alvado » Pep Bonet » Pablo V. Bordón » Alain Cabrera » Raúl Cañibano Ercilla » Chang Castan Arien » Raúl Corrales » Claudia Corrales » Rigoberto Díaz » Leandro Feal » Carlos Garaicoa » Alejandro González » Alberto Diaz Guttierrez (Korda) » Ricardo Miguel Hernández » Julio Imperatori » Ley MA » Cirenaica Moreira Diaz » René Peña » Ossain Raggi » Alfredo Ramos » Rodney Batista & Yoel Mayor » Osvaldo Salas » Glenda Salazar » Alfredo Sarabia, jun. » Alfredo Sarabia, sen. » Harold Vázquez »

Exhibition: 8 Nov – 30 Dec 2015

Sun 8 Nov 11:00 - 14:00

Kunsträume der Michael Horbach Stiftung

Wormser Str. 23
50677 Köln
Wed + Fri 15:30-18:30, Sun 11-14 +

Kunsträume der Michael Horbach Stiftung

Wormser Str. 23
50677 Köln

+49 (0)221-29993378


www.michael-horbach-stiftung.de

Wed + Fri 15:30-18:30, Sat/Sun 11-14

Cuba im Blick
Claudia Corrales: From the Series "Almost Blue"

"Cuba im Blick"

Ausstellung: 8. November bis 30. Dezember 2015
Eröffnung: Sonntag, 8. November, 11-14 Uhr

"COLIMADORES" - Zeitgenössische kubanische Fotografie

Die zeitgenössische Fotografie hat sich auf Cuba von der Kubanischen Revolution bis zur Gegenwart neue Wege gesucht. Über die Einflüsse von Pop, Fotorealismus, Minimalismus, Konzeptualismus und weiteren Bewegungen, hat sie sich zu einem künstlerisch kreativen, intellektuellen und symbolischen Medium, über performative und andere kombinatorische Zugänge weiterentwickelt. Die zeitgenössische Fotografie zeigt ein Interesse an der Erforschung der Individualität, um das Kollektive, Mystische, Ästhetische, Ideologische und sogar das Politische zu hinterfragen. Die populistischen und versüßten Fotografien der postrevolutionären Etappe, haben einen sozialen, politischen und spirituellen Wandel erfahren. Daher stellt die Ausstellung COLIMADORES eher Fragen an die Bedeutung der Kubanischen Revolution für die Gesellschaft, für das Individuum und seine Entwicklung.

"COLIMADORES" wirft einen Blick auf die hohe Kultur der kubanischen Fotografie, ihre Entwicklung zwischen Postrevolution und Gegenwart und zeigt gleichzeitig eine Seite von Cuba, die dem Betrachter unbekannt erscheinen kann. Es sind ausgewählte Fotografien von folgenden Künstlern und Künstlerinnen zu sehen: Alain Cabrera, Alberto Díaz "Korda", Alejandro González, Alfredo Sarabia, jun. und sen., Alfredo Ramos, Carlos Garaicoa, Cirenaica Moreira, Glenda Salazar, Harold Vázquez, Juan Carlos Alom, Julio Imperatori, Leandro Feal, Ley MA, Ossain Raggi, Osvaldo Salas, Pablo V. Bordón, Pedro Abascal, Raúl Corrales, René Peña, Ricardo Miguel Hernández, Rigoberto Díaz, Rodney Batista und Yoel Mayor. Raul Canibaño, Chang Castan Arien. Die Ausstellung wurde kuratiert von Frency Fernández Rosales, Kunstkritiker und Prof. für Kunstgeschichte in Havanna.

Cuba im Blick
Pep Bonet: From the Series "San Lazaro"

"DER SAN LAZARO KULT" – Pep Bonet

San Lazaro ('el viejo'), auch Babalu Aye genannt, ist der am meisten verehrte Heilige in Kuba. Er vereint Eigenschaften eines christlichen Heiligen und einem Yoruba-Gott und wird seit Jahrhunderten von Afro-Kubanern angebetet.

Jedes Jahr am San Lazaro’s Tag (17. Dezember) pilgern Tausende von Anhängern aus ganz Kuba – darunter viele Kranke und Bettler – zum Santuario del Rincon in Santiago de la Vega. Ihre Beweggründe für die Wallfahrt in das kleine, 30 Kilometer von Havanna entfernte Dorf sind verschieden. Auf genauso unterschiedliche Weise bringen sie ihrer Religiosität zum Ausdruck. Über Tage und Wochen rutschen manche auf Knien, kriechen, laufen barfuß oder tragen große Steine und schwere Ketten zur Pilgerstätte. Auf ihrem Weg sammeln sie Geld, das dem San Lazaro Lepra-Krankenhaus, welches sich in dem Heiligtum selbst befindet, zu Gute kommt.

Pep Bonet (Mallorca, *1974) ist ein preisgekrönter Fotograf, Filmemacher und Fotopreisträger 2015 der Michael Horbach Stiftung. Im Frühjahr 2015 zeigte er in den Kunsträumen der Michael Horbach Stiftung eine Auswahl seiner Arbeiten der vergangenen Jahre. Seine Fotografien zeigen Menschen in verschiedenen unterentwickelten Ländern und die dortigen Defizite. Auf seinen ausgiebigen Reisen u.a. nach Haiti, Cuba, Honduras und Sierra Leone hat er einschneidende Momente festgehalten, die das globale Ungleichgewicht dokumentieren. Seine langfristigeren Projekte beschäftigen sich mit Afrika.

Sein Werk wurde mit vielen weitere Auszeichnungen gewürdigt. So wurde er zum Kodak Young Photographer des Jahres 2003 ernannt, die Luchetta Foundation in Triest wählte ihn zum besten Pressefotografen des Jahrs 2004 und er erhielt im Jahr 2005 den W. Eugene Smith Humanistic Grant in Fotografie. Darüber hinaus wurde er, zusammen mit dem Altamar-Team, in den Jahren 2007, 2009 und 2013 mit insgesamt drei World Press Awards bedacht. Pep Bonet hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und seine Arbeiten sind in Ausstellungen auf der ganzen Welt zu sehen.

"SEEDS OF AUTONOMY" – Joan Alvado

Nach dem Scheitern der Sowjetunion kam es in der kubanischen Landwirtschaft in den 1990ern zu einem totalen Zusammenbruch. Der Ertrag der Zuckerrohrfelder, der vor allem in kommunistische Länder exportiert wurde, konnte nach der Einstellung außenwirtschaftlicher Hilfe nicht mehr aufrechterhalten werden: Es gab kein Geld mehr für Benzin oder Pestizide. Ein historisches Produktionstief verursachte auf Kuba eine schwerwiegende Hungersnot: Die so genannte "Spezialperiode".

Der Entwurf für die kubanische Landwirtschaft hat sich heute radikal verändert. Ziel ist es, den Kubanern Nahrungsmittelsicherheit zu garantieren: Ohne den Gebrauch von Pestiziden, mit dem Austausch von Tieren durch Maschinen und der Erlaubnis privater landwirtschaftlicher Betriebe. Außerdem werden eine Reihe urbaner Gärten rund um Havanna angelegt und das Netzwerk von Märkten in den Städten wird gestärkt.

Heutzutage wird Kuba von vielen Experten als weltweites Beispiel ökologischer Landwirtschaft aufgeführt. Die Märkte von Havanna bieten zu 100% lokale Produkte aus den Außenbezirken der Stadt an; ganz ohne Transportkosten. So ist Kuba nach heutigem Stand auf einem guten Weg, alle Menschen auf der Insel ernähren zu können.

Joan Alvado (*1979) lebt seit 2005 in Barcelona. Seit 2008 arbeitet er im Bereich Dokumentarfotografie vor allem in Istanbul und Barcelona. Seine Arbeiten wurden unter anderem in Medien wie der New York Times, Bloomberg Businessweek, El Pais, Hürriyet, Descobrir Catalunya, 7K -Magazin, Huffington Post, Voima oder Le Point veröffentlicht. Ein großer Teil seiner Fotografien wurden bei mehreren Veranstaltungen und Fotofestivals in Spanien, Kuba, der Türkei, Frankreich, Slowenien und Italien gezeigt. Seit 2013 arbeitet er mit dem Kollektiv der türkischen Fotografen NAR Photos zusammen. Seine Fotoarbeiten werden durch Agenturen wie AFP, Getty Images, Laif, Luz Photo, Redux und Rea vertrieben.

Cuba im Blick
Joan Alvado: From the Series "Seeds of autonomy"