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THE WALL
Ute Mahler, Mauergedenkstätte an der Bernauer Strasse Berlin, 1998
© Ute Mahler/ OSTKREUZ

THE WALL

Dr. Matthias Harder, (Curator of the Helmut Newton Foundation)

Ute Mahler » Rudi Meisel »

Artist Talk:

Wed 18 Oct 19:00

Podbielski Contemporary

Via Vincenzo Monti 12
20123 Milano

+39 (0)33 -82 38 17 20


www.podbielskicontemporary.com

Zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko, Nord- und Südkorea, Israel und den palästinensischen Gebieten, der spanischen Enklave Melilla und Marokko, Nord- und Süd-Zypern, entlang der sogenannten Balkanroute – mehr denn je befestigen heute Stacheldrahtzäune, solide Absperrungen und von hochaufgerüsteter Überwachungstechnologie gesicherte, kilometerlange Betonmauern die Grenze zwischen Ländern, die ihre nationalpolitischen, religiösen, ethnischen oder merkantilen Differenzen nicht anders zu lösen wissen. Dabei mauert sich vor allem Europa zunehmend ein. Wenn bis 1990 an der Grenze zwischen Bulgarien und der Türkei Ostblock-Bewohner unter Lebensgefahr nach Istanbul "rüber machten", so sichert heute Bulgarien die EU-Außengrenze zur Türkei mit Mauern und Stacheldraht ab, um aus dem Osten kommende „illegale Migranten“ fernzuhalten – und um letztendlich die Balkan-Route definitiv zu schließen.

Nicht selten wurde die Absperrung mit dem euphemistischen Schutzmäntelchen der "Protektion" bedeckt. Mit dem „antifaschistischen Schutzwall“ schottete die Regierung der DDR ihre Bürger nicht gegen eine Bedrohung aus dem Westen ab, sondern sperrte das eigene Volk ein. Fast drei Jahrzehnte ist es nun her, dass die Mauer fiel, in jener Nacht vom 9. auf den 10. November 1989. Die Spuren der Vergangenheit sind weitgehend verschwunden, aber was bleibt ist die Fotografie, die den unvergleichlichen Freudentaumel bezeugt, mit dem sich die wiedervereinigten Menschen in den Armen lagen sowie die enormen Veränderungen, die mit der Wende einher gingen.