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Alpen-Blicke.ch
© Hans Peter Jost

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Alpen-Blicke.ch

Die Alpen als Gebrauchs- und Spasslandschaft

Exhibition: 17 Dec 2017 – 17 Mar 2018

Sat 16 Dec 16:00

Ort für Kultur und alpine Fotografie

Dorfstr. 9
8784 Braunwald
Mon-Sat 10-18, Sun 11-17

BSINTI Ort für alpine Fotografie

Dorfstr. 9
8784 Braunwald


www.bsinti.ch/programm

Mon-Sat 10-18, Sun 11-17

Alpen-Blicke.ch
Herausgegeben und mit Fotografien von Hans Peter Jost. Mit einer Einführung von Mario F. Broggi und Texten von Erwin Koch, Helmut Scheben und Emil Zopfi

1. Auflage, 2017
Gebunden
304 Seiten, 247 farbige Abbildungen
27 x 23 cm
ISBN 978-3-85881-545-3
CHF 59.00 | eur 58.00
Verlag Scheidegger & Spiess

Hans Peter Jost
"Alpen-Blicke.ch"
Die Alpen als Gebrauchs- und Spasslandschaft


Ausstellung: 17. Dezember 2017 bis 17. März 2018
Eröffnung: Samstag, 16. Dezember, 16 Uhr

Die Schweiz definiert sich stark über die Alpen. Hans Peter Jost – sicher kein typischer Alpenfotograf – hat in seiner dreijährigen Recherche einigen ihren Identitäten nachgespürt: Heimat, Transitraum, Energiespender, Erholungsraum. In der aktuellen Ausstellung konfrontiert zeigt er seinem persönlichen Blick auf die alpenländische Tourismusindustrie.

Rund um die Alpen entwickeln sich Träume, die von Urlaubern genauso wie die von Geschäftsleuten. Sie verbinden sich zu einer Traumfabrik, die funktionieren muss. Denn es geht längst nicht mehr nur darum, Gipfel und Gletscher zu erreichen und in Alphütten einzukehren. Dies sind mittlerweile selbstverständliche Basics des Tourismus, mit Strassen und Seilbahnen, die sommers wie winters funktionieren und sich in immer grössere Höhen schrauben. "Man muss - im positiven Sinne Herzstillstände - produzieren", so der österreichische Eventmanager Günther Aloys. Es geht um Thrillwalks, Skywalks, Peak Walks, Heliskiing, Openairs, immer neue Inszenierungen der Alpen, welche als Kulisse für Selbstinszenierungen der Besucher dienen.

"Der Fotograf Hans Peter Jost zeigt in seinem Bildband die Schweiz so, wie wir sie gerne sehen. Aber er zeigt auch Seiten, die wir nicht sehen möchten" schreibt Stephan Wehowsky dazu im Journal 21 in seiner Rezension zum Buch Alpen-Blicke.ch, das 2017 im Verlag Scheidegger & Spiess erschienen ist.

Alpen-Blicke.ch
© Hans Peter Jost

Kaum einer der Alpenbewohner wäre vor 150 Jahren auf die Idee gekommen, ohne Not auf die Berge zu klettern, denn es wäre neben der harten Arbeit ein unnötiger und gefährlicher Kraftakt gewesen. Erst englische Sportler, Abenteurer und Forscher, nahmen den Respekt vor dem Berg und begannen, Erstbesteigungen als Trophäen zu sammeln. Mit ihnen kamen Fotografen, die mit Maultieren und Trägern ihre Glasplatten auf die Gletscher schleppten um die Traumwelten ins Tal zu bringen und allen zu zeigen. Seitdem besteht die ungebrochene Sehnsucht am Alpenerlebnis teilzuhaben.

"Hans Peter Jost nimmt die Perspektive eines Zeitgenossen ein, der neugierig ist, der etwas sehen und erleben will, aber nicht gleich urteilt. Seine Bilder vom Massenansturm auf Skilifte und Pisten allerdings lösen ein Grauen aus", so Wehowsky. Denn seit den 1960er Jahren wurden die Alpen zunehmend erschlossen, möbliert und scheinbar domestiziert.

Hans Peter Jost entzaubert mit seinen Bildern die Schweizer Alpen. Zeigt Schneekanonen – beschönigend Schneeerzeuger genannt, die im Sommer auf Geröllwüsten stehen. Auch die Spuren des vergangene Winters in der von schweren Maschinen modellierten Berglandschaft werden gnadenlos ans Licht gebracht. Er beobachtete Ziegen, die in den Sommerwochen für Touristen zweimal täglich durch Zermatt getrieben werden. Dokumentierte das Schlagerfestival "Der Berg bebt", beging die Alpen und begegnete dort Einheimischen die an Traditionen halten, Touristen die den schnellen Adrenalinkick in der Höhe suchen.

"Die Stärke seiner Bilder liegt auch darin, dass sie immer wieder die Sehnsucht nach dem zum Ausdruck bringen, was die Schweiz mit ihrer ländlichen und bäuerlichen Kultur einmal war", schreibt der Rezensent zu dem, was vor allem auch die zunehmende Zahl asiatischer und arabischer Touristen gerne sehen möchte.

Weitere Informationen:
alpen-blicke.ch
www.bsinti.ch

Themengespräch zur Ausstellung: Freitag, 9. Februar, 20 Uhr
"Die Alpen als Gebrauchs- und Spasslandschaft"
Rettet eine weiterführende und trendigere Verbauung der Alpen ihre Bewohner und deren Existenz? Katharina Conradin, Geschäftsleiterin von mountain wilderness und Präsidentin der Alpenschutzorganisation CIPRA Schweiz sowie der Fotograf Hans Peter Jost diskutieren mit Fridolin Walcher über Möglichkeiten und Chancen des Alpenraums. EINTRITT FREI, KOLLEKTE

Künstlergespräch und Finissage: Samstag, 17. März, 17 Uhr
Was treibt Fotografen an, sich mit den Alpen zu befassen? Schönheit, Romantik, Sorge, Anklage, Identität?
Hans Peter Jost hat die Alpen während dreier Jahre mit der Kamera durchforstet. Fridolin Walcher lebt und arbeitet in den Glarner Alpen. Eine Plauderei aus ihrer persönlichen Motivationskiste. EINTRITT FREI, KOLLEKTE

Alpen-Blicke.ch
© Hans Peter Jost
Alpen-Blicke.ch
© Hans Peter Jost