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GENERATIONEN
Anatol Kotte
Romano, Berlin, aus der Serie "Berlin Portraits", 2018
©Anatol Kotte

GENERATIONEN

Anatol Kotte » Andreas Mühe » Horst Wackerbarth »

Exhibition: 6 Oct – 10 Nov 2018

Fri 5 Oct 19:00

CAPITIS

Kronenstr. 71
10117 Berlin

+49 30-310 111 60


www.capitis-studios.de

Fri/Sat 12-18 +

GENERATIONEN
Horst Wackerbarth
Frank Fool’s Crow, Oglala Lakota Medizinmann, South Dakota Badlands, USA, aus der Serie "The Red Couch", 1983
© Horst Wackerbarth

"Generationen"
Horst Wackerbarth | Anatol Kotte | Andreas Mühe


Ausstellung: 6. Oktober bis 17. November 2018
Eröffnung: Freitag, 5. Oktober 2018

Talks, präsentiert von Leica + EMOP:
Anatol Kotte + Andreas Mühe: 15. Oktober, 18 Uhr
Anatol Kotte + Till Brönner: 17. Oktober, 18 Uhr

Was ist es, das ein Lehrer einem Schüler weitergibt? Die Technik, der Blick, vielleicht eine besondere Achtsamkeit gewissen Dingen gegenüber? Und wie ist es, wenn sich die Anforderungen der Zeit rasant ändern, das Equipment, die Gesellschaft, auch die Haltung der gewohnten Ausdrucksform gegenüber?

Als Horst Wackerbarth, Jahrgang 1950, anfing zu fotografieren, kannte man nur die analoge Fotografie. Er hatte an der Kunsthochschule Kassel studiert und das Menschenbild im Zeitalter der Massenmedien in den Mittelpunkt seines Schaffens gestellt. 1979 begann er die Arbeit an seiner berühmten Roten-Sofa-Serie. Wackerbarth fuhr Hundertausende Kilometer durch die USA, setzte Personen auf die mitgebrachte Coach und schuf so eine durch das immer gleiche Set konzeptuelle Porträtserie. Viele berühmte Leute wie Michael Gorbatschow, Peter Ustinov oder Maria Bäumer nahmen bei ihm Platz, die Serie war Gegenstand von Ausstellungen, Talks und Sendungen.

GENERATIONEN
Andreas Mühe
Die Familie, aus der Serie "28 Stunden USA", 2011
© VG Bildkunst Bonn 2018

Als Anatol Kotte, Jahrgang 1963, anfing zu fotografieren, lag der Fokus der Zeit stark auf der Technik. Das perfekte Porträt im Studio zu machen, das perfekte Licht zu setzen – das war auch Kotte wichtig. Einige Jahre arbeitete er als Assistent, u.a. auch immer wieder für Horst Wackerbarth, bevor er sich 1988 selbständig machte. Er fotografierte Rihanna, Geraldine Chaplin, John Lurie und zahlreiche Politiker. Ob im Studio oder "on location", ob in Farbe oder schwarz-weiß – seine Porträts zeichnen sich stets durch eine große Feinfühligkeit den Protagonisten gegenüber aus.

Als Andreas Mühe, Jahrgang 1979, anfing zu fotografieren, war die Mauer gefallen, Deutschland gestaltete sich um. Er absolvierte eine Lehre zum Fotolaboranten bei PPS und assistierte erst dem Modefotografen Ali Kepenek in Berlin und London und danach Anatol Kotte in Hamburg. 2001 machte er sich selbständig. Obgleich man in seinem Œvre viele Porträts findet (nicht nur von Angela Merkel), kennt man ihn vor allem durch die künstlerisch durchdachten Serien, die ihn aus dem Studio herausführen, auf Reisen, in die Natur, auf Konzerttournee (z.B. mit Rammstein), und die sich mit Geschichte, Tradition, Haltung und Macht auseinandersetzen.

GENERATIONEN
Horst Wackerbarth: Steve Jobs, Apple Computers, Cupertino, Fremont, California, USA,
aus der Serie „The Red Couch“, 1984, ©Horst Wackerbarth