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Sun in an Empty Room
Dart, Berlin, DEAF 2008 © Anna Lehmann-Brauns

Anna Lehmann-Brauns »

Sun in an Empty Room

Exhibition: 27 Sep 2019 – 25 Sep 2020

CLERVAUX - CITÉ DE L'IMAGE

11, Grand-Rue
9710 Clervaux

+352-26 90 34 96


www.clervauximage.lu

Sun in an Empty Room
Barney’s, Julia - Wege zum Glück, FILMSETS 2008 © Anna Lehmann-Brauns

Anna Lehmann-Brauns
"Sun in an Empty Room"


Exhibition: 27 September 2019 ‐ 25 September 2020

Arcades I, Grand-rue, Clervaux

Anna Lehmann-Brauns photographs rooms and architectures. She does not consider herself to be an architecture photographer, however, and denies doing documentary work.

Born and based in Berlin, she sees her role as much more akin to that of a director of photography. Just like in film, she creates visual worlds by using light and shadow. Choosing her position carefully, she combines perspectives with subjective, spatial ideas, based on moods and memories.

These are quiet compositions, emphasizing shadows just as much as the lighting conditions they arise from. It is not hard to draw a parallel to the still life of fine art: devoid of human presence, these rooms show only inanimate objects, elements and things silently populating the room.

The soft light often stands in contrast with the content depicted. The photographer takes the viewer into nocturnal and urban decors – cinemas, nightclubs, hotels, film sets. Dynamic, noisy places full of history and movement. Contrasts converge: the darkness of the night competing with the artificial lighting. The clash of these two phenomena defines the work of Anna Lehmann-Brauns. Both worlds flow into each other like a viscous and dull mist, smudging the boundaries of reality.

"Sun in an Empty Room" is not only the name of an image collection, but also a quote, recalling Edward Hopper. The great master was adept at using light and shadow to transfer a sculptural space onto the flat canvas, without losing any of the depth of his motives. The result were chromatic moods which fully integrate into the era whose characteristics they reflect.

The work of Anna Lehmann-Brauns functions in a similar way: light penetrates into and out of the dark room and reveals contemporary scenes with individual character. Softly and silently, the shadows escape into the night.

Text: A. Meyer / Clervaux – cité de l’image

Anna Lehmann-Brauns was born in Berlin. As a graduate of the master class of Joachim Brohm in Leipzig, her studies include graphics and book art. The photographer specializes in architecture and interiors. Her main interest is the lighting conditions of these spaces, which she always depicts deserted and thus vulnerable to memories and projections of the viewer. She lives and works in Berlin.www.annalehmannbrauns.de

Sun in an Empty Room
exhibition view Anna Lehmann-Brauns © CDI 2019

Anna Lehmann-Brauns
"Sun in an Empty Room"


Ausstellung: 27. September 2019 bis 25. September 2020

Arcades I, Grand-rue, Clervaux

Anna Lehmann-Brauns fotografiert Räume und Architekturen. Dabei reiht sie sich jedoch nicht in die Architekturfotografie ein. Auch widerspricht sie der Annahme, eine dokumentarische Arbeit zu machen.

Die Berliner Fotografin ist vielmehr mit einem "Director of Photography" zu vergleichen. So wie im Film gestaltet sie ihre Bildwelten mit Hilfe von Licht und Schatten. Von ausgewählten Positionen heraus kombiniert sie ihre Blickwinkel mit subjektiver, räumlicher Vorstellung, basierend auf Stimmungen und Erinnerungen.

Es sind stille Kompositionen, welche Schatten in gleichem Maße wertschätzen wie Lichtverhältnisse, auf die sie sich berufen. So gesehen gibt es fast einen Bezug zum künstlerischen Stillleben. Menschenleer weisen die Räumlichkeiten nur unbelebte Elemente auf, Objekte, Gegenstände, die den Raum geräuschlos bevölkern.

Das stille Licht kontrastiert oft mit dem dargestellten Inhalt. Die Fotografin führt den Betrachter in nächtliche und urbane Dekors – Kinos, Diskotheken, Hotels, Filmkulissen. Dynamische, lärmende Räume mit Geschichten und Bewegung. Hier sammeln sich Gegensätze. Das nächtliche Dunkel behauptet sich gegen künstliche Beleuchtung. Das Aufeinandertreffen beider Phänomene ist prägend für das Werk von Anna Lehmann-Brauns. Beide Welten fließen ineinander wie zäher, tauber Nebel, der die realen Grenzen verwischt. "Sun in an Empty Room" ist nicht nur der Name einer Bilderreihe, sondern auch ein Zitat und damit ein Verweis auf Edward Hopper. Dem Meister gelang es in seiner Malerei, mittels Wiedergabe von Licht und Schatten skulpturale Räume auf die flächige Leinwand zu übertragen, ohne etwas von der Tiefe seiner Motive einzubüßen. Entstanden sind chromatische Stimmungen, die sich in eine Epoche einfügen, deren Merkmale sie widerspiegeln.

Anna Lehmann-Brauns Arbeit funktioniert in ähnlicher Weise: Licht dringt in und aus dem dunklen Raum und offenbart zeitgenössische Kulissen mit individuellem Charakter. Die Schatten entweichen still und leise in die Nacht.

Text: A. Meyer / Clervaux – cité de l’image

Anna Lehmann-Brauns wurde in Berlin geboren. Als Absolventin der Meisterklasse von Joachim Brohm in Leipzig, umfasst ihr Hochschulstudium Grafik und Buchkunst. Die Fotografin hat sich auf Architekturen und Innenräume spezialisiert. Ihr Hauptinteresse gilt dabei den Lichtverhältnissen dieser Räume, die sie immer menschenleer zeigt und so anfällig für Erinnerungen und Projektionen des Betrachters macht. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Weitere Informationen: www.annalehmannbrauns.de