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EXODUS
Der einst prachtvolle Jade Maiwan Boulevard. Kabul, Afghanistan. 1996
© Sebastião Salgado

Sebastião Salgado »

EXODUS

Exhibition: 16 Oct 2020 – 14 Feb 2021

Kunstfoyer

Maximilianstr. 53
80530 München

+49 (0)89-2160 2244


www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

daily 9-19

EXODUS
Bau der Rasuna-Anlage im Geschäfts- und Finanzviertel Kuningan. Jakarta, Indonesien. 1996
© Sebastião Salgado

Sebastião Salgado
"EXODUS"


Exhibition: 16 October 2020 – 14 February 2021

Sebastião Salgado. "EXODUS" is an exhibition that highlights how Salgado urgently campaigned for social justice and peace, and long before he gained wide public acclaim with his project "GENESIS" or the documentary, "The Salt of the Earth" (2014) by Wim Wenders.

In the photographic series "EXODUS", Salgado documents the dark side of the modern age: the ruthless exploitation of nature and the fate of millions of people on the run who are struggling to survive under the most degrading conditions. Salgado was so affected by this immense suffering that it robbed him of the will to live. Exhausted and disillusioned, he stopped taking photos for several years. However, his wife Lélia Salgado suggested that they reforest the rainforest. In 1998 they founded the Istituto Terra and since then have replanted more than 2.5 million trees. The paradise that Salgado knew as a child had once again emerged. With nature returning, they regained hope and resolved to show others that it is worth getting involved.

The idea for the internationally exhibited photographic project "GENESIS" arose (at Kunstfoyer Munich, 2015). This body of work is a much more optimistic view of the same earth that Salgado witnessed for so long as injured and destroyed.

In 2019 Salgado received the Peace Prize of the German Book Trade. In doing so, the association and its members honoured the Brazilian photographer Sebastião Salgado, "an exceptional visual artist who has continually campaigned on behalf of peace and social justice and whose entire photographic oeuvre lends a sense of urgency to the global debate surrounding nature conservation and environmental protection. With his ongoing work at the Instituto Terra, he also continues to make a direct contribution to the restoration and revitalisation of biodiversity and ecosystems. The photographs of Sebastião Salgado have been showcased in innumerable exhibitions and books, many of which show communities strongly rooted in their traditional natural environments, while others portray individuals violently uprooted by war and climate catastrophe. As a consequence of his considerable body of work, Sebastião Salgado has succeeded in raising worldwide awareness for the fate of labourers and migrants as well as for the living conditions of indigenous peoples. By describing his often breathtaking and characteristically black-and-white photographs as an "homage to the grandeur of nature" and by capturing in equal measure both the fragile beauty and environmental destruction of our earth, Sebastião Salgado offers us the opportunity to recognise our planet as a habitat for living creatures, that is, as a home that does not belong to us alone, and one that we must take every effort to preserve."

"EXODUS" was curated by Lélia Wanick Salgado. The exhibition features 170 large-format black and white photographs. Additionally, visitors can view the ZDF footage documenting the Peace Prize award ceremony with Sebastião Salgado. Filmed at St Paul's Church in Frankfurt on October 20, 2019, it also includes the photographer's message of thanks.

Due to Covid19 restrictions, all visitors must pre-book tickets online. These are available from the Versicherungskammer Kulturstiftung website and are bookable up to a week in advance.

EXODUS
Churchgate Bahnhof. Bombay (Mumbai), Indien. 1995
© Sebastião Salgado

Sebastião Salgado
"EXODUS"


Ausstellung: 16. Oktober 2020 bis 14. Februar 2021

Die Ausstellung "Sebastião Salgado. EXODUS" zeigt das Werk, mit dem sich der Fotograf in aller Dringlichkeit für soziale Gerechtigkeit und Frieden eingesetzt hat, lange bevor er mit dem Projekt "GENESIS"" und dem Film von Wim Wenders "Das Salz der Erde" (2014) einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde.

In der fotografischen Serie "EXODUS" dokumentiert Salgado die Schattenseite der Neuzeit: Die rücksichtslose Ausbeutung der Natur und das Schicksal von Millionen Menschen auf der Flucht, die unter unwürdigsten Bedingungen um ihr Überleben ringen. Dieses große Elend zu erleben, raubt Salgado den Lebenswillen. Entkräftet und desillusioniert hört er für mehrere Jahre auf, zu fotografieren. Seine Frau Lélia Salgado aber entwickelt die Idee, den Regenwald wieder aufzuforsten. 1998 gründen sie das Istituto Terra und haben seither mehr als 2,5 Millionen Bäume wieder angepflanzt. Das Paradies, wie es Salgado aus der Kindheit kannte, ersteht wieder neu. Mit der Rückkehr der Natur schöpfen sie Hoffnung und beschließen, den Menschen zu zeigen, dass es sich lohnt, sich zu engagieren. Die Idee zum fotografischen Projekt "GENESIS" (Ausstellung weltweit / im Kunstfoyer München 2015) entsteht. Eine viel optimistischere Sicht derselben Erde, die Salgado so lange als verletzt und zerstört bezeugt hat.

2019 erhält er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Der Börsenverein zeichnet den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado "als Bildkünstler aus, der mit seinen Fotografien soziale Gerechtigkeit und Frieden fordert und der weltweit geführten Debatte um Natur- und Klimaschutz Dringlichkeit verleiht. Zugleich hat Sebastião Salgado mit seinem Istituto Terra eine Einrichtung geschaffen, die einen Beitrag zur Wiederbelebung von Biodiversität und Ökosystemen leistet. Mit seinem fotografischen Werk, das in zahlreichen Ausstellungen und Büchern veröffentlicht ist, nimmt er die durch Kriege oder Klimakatastrophen entwurzelten Menschen genauso in den Fokus wie jene, die traditionell in ihrer natürlichen Umgebung verwurzelt sind. Dadurch gelingt es Sebastião Salgado, Menschen weltweit für das Schicksal von Arbeitern und Migranten und für die Lebensbedingungen indigener Völker zu sensibilisieren. Indem der Fotograf seine aufrüttelnden, konsequent in schwarz-weiß gehaltenen Bilder als "Hommage an die Größe der Natur" beschreibt und die geschändete Erde ebenso sichtbar macht wie ihre fragile Schönheit, gibt Sebastião Salgado uns die Chance, die Erde als das zu begreifen, was sie ist: als einen Lebensraum, der uns nicht allein gehört und den es unbedingt zu bewahren gilt."

Die Ausstellung "EXODUS" wurde von Lélia Wanick Salgado kuratiert. Gezeigt werden 170 großformatige Fotografien in schwarz-weiß. Außerdem wird die Verleihung des Friedenspreises an Sebastião Salgado vom 20. Oktober 2019 in der Paulskirche und die Dankesbotschaft des Fotografen als ZDF-Filmdokument erlebbar gemacht.

Aufgrund Covid19 kann die Ausstellung nur mit Onlinetickets besucht werden. Diese sind auf der Website der Versicherungskammer Kulturstiftung buchbar. Tickets sind jeweils bis zu eine Woche im Voraus buchbar.

EXODUS
Am Bahnhof Ivankovo leben 120 Flüchtlinge in einem Zug. Kroatien. 1994
© Sebastião Salgado