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Streetlife - Reportagefotografien 1930-1975
Alfred Eisenstaedt: London's Hyde Park, um 1928 © Münchner Stadtmuseum © Alfred Eisenstaedt

Streetlife - Reportagefotografien 1930-1975

Robert Capa » Alfred Eisenstaedt » Robert Häusser » Heinz Hajek-Halke » Thomas Hoepker » Peter Keetman » Robert Lebeck » Helmut Lederer » Herbert List » Stefan Moses » Angela Neuke » Alexander Rodchenko » Franz Roh » August Sander » Max Scheler » Toni Schneiders » Otto Steinert » Vladimir Vinski » Roman Vishniac » & others

Exhibition: 30 Apr – 3 Aug 2008

Fotomuseum im Münchner Stadtmuseum

St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

Münchner Stadtmuseum

St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

089-23322370


www.muenchner-stadtmuseum.de

Tue-Sun 10-18

Streetlife - Reportagefotografien 1930-1975
Antanas Sutkus: Good Bye, Party Friends, Litauen, Vilnius, 1991 © Münchner Stadtmuseum © Antanas Sutkus

Ergänzend zur Ausstellung "augenblicke" wird eine Auswahl von 50 originalen Fotografien aus der Sammlung des Fotomuseums unter dem Titel "Streetlife" präsentiert. Die vorliegende Auswahl zeichnet eine Entwicklung über vier Jahrzehnte nach. In der Weimarer Republik fand die Eroberung der Straße vor allem durch Reportagefotografen wie Alfred Eisenstaedt oder Tim Gidal statt, deren Bilder von den Brennpunkten des öffentlichen Lebens berichteten. Diese Tradition setzten die Fotografen der Illustrierten "LIFE" oder "Stern" wie Jerry Cooke, Robert Lebeck, Stefan Moses und Thomas Hoepker fort, um in entscheidenden Augenblicken das Geschehen auf der Straße festzuhalten. Immer wieder gerät die Straße zur Bühne zeitgeschichtlicher Ereignisse, etwa in der Serie aus den Schtetln polnischer Juden, die Roman Vishniac vor deren Vertreibung und Auslöschung im 2. Weltkrieg realisierte, oder in den Aufnahmen des deutschen Soldaten Joe Heydecker aus dem Warschauer Ghetto. Die Funktion der Fotografie als historisches Zeugnis, das über den gesellschaftlichen Wandel Auskunft geben kann, bestimmt auch unsere Wahrnehmung des Zyklus "Menschen des 20. Jahrhunderts" von August Sander sowie Hubs Flöters Nachkriegsdokumentation aus dem kriegszerstörten Köln. Gelegentlich wird die Straße zum Tatort gewalttätiger Übergriffe und zum Schauplatz politischer Demonstrationen, wie in den Aufnahmen von Herbert List, Alexander Rodtschenko und Angela Neuke nachzuvollziehen ist. Die metaphysische, manchmal gespenstisch anmutende Leere von Straßenzügen, auf denen sich die hastige Bewegung von Passanten zeichenhaft bzw. schemenhaft eingeschrieben hat, bestimmt wiederum die Arbeiten der "subjektiven Fotografie" um Otto Steinert, Toni Schneiders, Helmut Lederer, Robert Häusser oder Peter Keetman. Experimentelle Kompositionen, in denen sich die Straße zu einer phantastischen, erotisch aufgeladenen Halluzination verwandelt, stammen von Heinz Hajek-Halke und Franz Roh. Natürlich ist die Straße auch ein Ort bizarrer Begegnungen und Ereignisse, wie sich in den Aufnahmen von Vladimir Vinski, Wolf Strache oder Felipe Taborda begutachten lässt. Streetlife - Photographs from our collections 1930-1975 In addition to the Soulas exhibition 50 original photographs from our collections, titled "Streetlife" are on show. The selection documents a forty-year development of reportage photography. During the Weimar Republic the first photo shots in public areas -on the streets- documenting focal pointsand events were done by Alfred Eisenstaedt or Tim Gidal. Outstanding photographers working for the illustrated magazines "Life" and "Stern", such as Jerry Cooke, Robert Lebeck, Stefan Moses and Thomas Hoepker continued in this tradition. Again and again public streets became a stage for crucial contemporary historical happenings: so for example in the photo series, shot by Roman Vishniac of the Schtetln of Polish Jews, before their expulsion and extinction in W.W.II. or the pictures of the Warschau Ghetto, taken by the German Soldier Joe Heydecker. Photography used as historical testimony of social change is evident in the cycle "People of the 20th century" by August Sander as well as in the post war documentation of Cologne by Hubs Flöter. Occasionally the street mutates to the site of a crime or the scene of political demonstration as in the photos of Herbert List, Alexander Rodtschenko and Angela Neuke. The metaphysical and sometimes ghostly void of city streets, where the hasty movement of passers-by seem shadowy or unreal marks the work of the "subjective photography" close to Otto Steinert, Toni Schneiders, Helmut Lederer, Robert Häusser or Peter Keetmann. In the experimental compositions of Heinz Hajek-Halke and Franz Roth the street metamorphoses to a fantastic and erotic hallucination . The public street can of course also be a place of bizarre encounters and events, as in the photographs of Vladimir Vinski, Wolf Strache or Felipe Taborda.


Ergänzend zur Ausstellung "augenblicke" wird eine Auswahl von 50 originalen Fotografien aus der Sammlung des Fotomuseums unter dem Titel "Streetlife" präsentiert. Die vorliegende Auswahl zeichnet eine Entwicklung über vier Jahrzehnte nach. In der Weimarer Republik fand die Eroberung der Straße vor allem durch Reportagefotografen wie Alfred Eisenstaedt oder Tim Gidal statt, deren Bilder von den Brennpunkten des öffentlichen Lebens berichteten. Diese Tradition setzten die Fotografen der Illustrierten "LIFE" oder "Stern" wie Jerry Cooke, Robert Lebeck, Stefan Moses und Thomas Hoepker fort, um in entscheidenden Augenblicken das Geschehen auf der Straße festzuhalten. Immer wieder gerät die Straße zur Bühne zeitgeschichtlicher Ereignisse, etwa in der Serie aus den Schtetln polnischer Juden, die Roman Vishniac vor deren Vertreibung und Auslöschung im 2. Weltkrieg realisierte, oder in den Aufnahmen des deutschen Soldaten Joe Heydecker aus dem Warschauer Ghetto. Die Funktion der Fotografie als historisches Zeugnis, das über den gesellschaftlichen Wandel Auskunft geben kann, bestimmt auch unsere Wahrnehmung des Zyklus "Menschen des 20. Jahrhunderts" von August Sander sowie Hubs Flöters Nachkriegsdokumentation aus dem kriegszerstörten Köln. Gelegentlich wird die Straße zum Tatort gewalttätiger Übergriffe und zum Schauplatz politischer Demonstrationen, wie in den Aufnahmen von Herbert List, Alexander Rodtschenko und Angela Neuke nachzuvollziehen ist. Die metaphysische, manchmal gespenstisch anmutende Leere von Straßenzügen, auf denen sich die hastige Bewegung von Passanten zeichenhaft bzw. schemenhaft eingeschrieben hat, bestimmt wiederum die Arbeiten der "subjektiven Fotografie" um Otto Steinert, Toni Schneiders, Helmut Lederer, Robert Häusser oder Peter Keetman. Experimentelle Kompositionen, in denen sich die Straße zu einer phantastischen, erotisch aufgeladenen Halluzination verwandelt, stammen von Heinz Hajek-Halke und Franz Roh. Natürlich ist die Straße auch ein Ort bizarrer Begegnungen und Ereignisse, wie sich in den Aufnahmen von Vladimir Vinski, Wolf Strache oder Felipe Taborda begutachten lässt.