Art Clash: Eine Nacht im Museum mit Birgit Minichmayr und Jim Rakete
TV: – 20 Oct 2011
Thu 20 Oct 23:30
Museum der Moderne Salzburg, Mönchsberg
Rollenbilder - Rollenspiele
bis 30. Oktober 2011
Für manche ist es wohl, wie eine Nacht im Spielzeugladen eingesperrt zu werden: Birgit Minichmayr und Jim Rakete treffen sich in Salzburg und haben für eine Nacht das Museum der Moderne ganz für sich allein. Die Ausstellung "Rollenbilder- Rollenspiele" gibt anhand von Fotografien, Grafiken, Videoarbeiten und Installationen einen Überblick über das Phänomen des Rollenspiels als Thema der Kunst, von August Sander über Yasumasa Morimura bis David LaChapelle. Was löst ein Bild, eine Skulptur, ein Video beim Betrachter aus? Welche Assoziationen und Erinnerungen werden geweckt, und welche Gesprächsthemen ergeben sich?
Art Clash
Die Nacht der Bilder
"Kunst hat mit Wissenschaft nichts zu tun. Kunst ist kein Experiment. Es gibt keinen Fortschritt in der Kunst, ebenso wenig wie es Fortschritt in der Sexualität gibt. Um es einfach zu sagen: Es gibt nur verschiedene Wege, sie auf die Beine zu stellen." (Man Ray)
Ein ehrfurchtsvoller und behäbiger Ausstellungsbericht? Ganz und gar nicht. Zwei bekannte Vertreter aus unserem schönen Kulturkosmos verabreden sich für einen nächtlichen Museumsbesuch. Durch ihre Augen sehen wir die Ausstellung und erfahren, zu welchen wilden Fantasien die Kunst unsere beiden Museumsbesucher beflügelt. Wie sie ihre Nacht im Museum gestalten, bleibt ihnen ganz allein überlassen. Es gibt viel Raum für Spontanes und Unvorhersehbares.
Gesprächs- oder gar Zündstoff
Den Rahmen bildet eine aktuelle Ausstellung in einem Museum oder einer Galerie weltweit. Das verbindende Element und genügend Gesprächsstoff bildet die Kunst, für die beide sich entschieden haben. Der Zuschauer erlebt die Ausstellung durch zwei unterschiedliche oder sich vielleicht ähnelnde Sichtweisen. Manchmal kann auch nur ein einzelnes Ausstellungsstück polarisieren oder Erinnerungen wecken.
Der besondere Reiz an einer Begehung bei Nacht liegt in der Ruhe und Konzentration. Eindrücke verdichten sich. Führen die Exponate bei Nacht ein Eigenleben? Wie ein Kind, das von einer Nacht im Spielzeugladen träumt, ist die Vorstellung, einen Matisse oder eine Rothko einmal ganz für sich zu haben, für viele ein Traum, der sich für die beiden nächtlichen Museumsgänger und damit auch für den Zuschauer erfüllt.