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Literaturhaus der Fotografie: Was Natur wirklich ist
Frank Darius, Hopfen I, 2011, 70 x 82 cm,

Frank Darius »

Literaturhaus der Fotografie: Was Natur wirklich ist

Fotografien von Frank Darius aus der Sicht des Naturphilosophen Andreas Weber

Gespr:

Wed 17 Apr 19:00

Alfred Ehrhardt Stiftung

Auguststr. 75
10117 Berlin

+49 (0)30-20095333


www.alfred-ehrhardt-stiftung.de

Tue-Sun 11-18, Thu 11-21

Was Natur wirklich ist - Fotografien von Frank Darius aus der Sicht des Naturphilosophen Andreas Weber

Moderation: Thomas Böhm, Leiter internationales literaturfestival berlin

Am Mittwoch, 17. April 2013 um 19.00 Uhr

Die Isolierung des Menschen ist nicht das tiefste Kennzeichen seiner Natur, sondern beruht auf der fälschlichen Trennung von menschlichem und anderen Leben, von Ich und Welt, Geist und Gedicht. In den letzten Jahren hat die Biologie, die sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts alle Mühe gegeben hat, Empfindung aus der Natur zu vertreiben, das Gefühl als Basis des Lebens wiederentdeckt - und damit auch das Bild des Menschen auf den Kopf gestellt. Haben wir uns bislang ebenfalls als biologische Maschinen verstanden, in denen irgendwie vage noch ein seelischer Faktor enthalten war, so finden wir nun das Gefühl als Prinzip der Natur wieder. Mehr noch: Die neue Biologie zeigt, dass das Phäno-men des Fühlens nicht nur das Bewusstsein erklären kann, sondern alle Lebensvorgänge.

Auf Einladung der Alfred Ehrhardt Stiftung setzt sich der Naturphilosoph Andreas Weber in der Reihe "Literaturhaus der Fotografie" mit den Aufnahmen Frank Darius' auseinander. "Ich suche danach, was Natur wirklich ist" lautet, so Weber, die dem Werk von Frank Darius zugrundeliegende Frage. "Es ist eigentlich schon eine ,Romantik 2.0', die Darius für uns erschließt, und sie ist ein nicht nur ästhetisches Konzept für die anstehen-den Fragen des 21. Jahrhunderts. Ja, es gibt die poetische Dimension der Welt; und ja, sie ist zugänglich - aber diese Zugänglichkeit ist uns und unserem schöpferischen Sehen geschuldet, und zwar darum, weil wir ein lebendiger Teil dieser lebendigen Welt sind."

Dr. phil. Andreas Weber (*1967) arbeitet nach einem Studium der Biologie und Philosophie als Schriftsteller, Journalist, Dozent und Politikberater. In seinen literarischen Sachbüchern wie Alles fühlt. Mensch, Natur und die Revolution der Lebenswissenschaften (2008), Biokapital. Die Versöhnung von Ökonomie, Natur und Menschlichkeit (2010) und Minima Animalia. Ein Stundenbuch der Natur (2012) setzt sich Weber für eine Überwindung der mechanistischen Interpretation von Lebensphänomenen ein.

Wegen des beschränkten Platzkontingents bitten wir um Voranmeldung.