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Die Bielefelder Schule
Roman Bezjak: Socialist Modernism, Sarajevo, 2007

Die Bielefelder Schule

Fotokunst im Kontext

Roman Bezjak » Katharina Bosse » Jörg Boström » Sebastian Denz » Andrea Diefenbach » Philipp Dorl » Jürgen Escher » Sibylle Fendt » Axel Grünewald » Jürgen Heinemann » Axel Hoedt » Karl Martin Holzhäuser » Gottfried Jäger » Sara-Lena Maierhofer » Norbert Meier » Tomek Mzyk » Philipp Ottendörfer » Emanuel Raab » Leif Schmodde » Sabine Schründer » Andrea Sunder-Plassmann » Christian Tiefensee » Dagmar Weiss » Paula Winkler »

Exhibition: 7 Sep – 7 Dec 2014

Sun 7 Sep 11:30

Alte Stadtbibliothek

Wilhelmstr. 3
33602 Bielefeld
Tue-Sun 11-18, Thu 11-21, Sat 10-18

Kulturamt Bielefeld

Kavalleriestr. 17
33602 Bielefeld

+49 (0)521-513194


www.die-bielefelder-schule.de

Die Bielefelder Schule
Gottfried Jäger: Photo, 2004, Generative Image

"Die Bielefelder Schule – Fotokunst im Kontext"

50 Jahre Fotografie in Studium, Lehre und Forschung am Bielefelder Hochschulstandort

Ausstellung: 7. September bis 7. Dezember 2014
Eröffnung: Sonntag, 7. September 2014, 11:30 Uhr

Veranstalter: Kulturamt Bielefeld in Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt Fotografie und Medien am Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Bielefeld

Ausstellung – Begleitprogramm – Publikation

Als ein Leuchtturmprojekt ihrer 800-Jahr-Feier 2014 präsentiert die Stadt Bielefeld in Kooperation mit der Fachhochschule Bielefeld eine Ausstellung zum Titel „Die Bielefelder Schule – Fotokunst im Kontext“. Gezeigt werden 24 künstlerische Positionen mit etwa 250 Werken von Fotografen und Fotografinnen, die an der Fachhochschule Bielefeld seit 1960 erfolgreich gelehrt und studiert haben. Ausstellungkurator ist der Berliner Fotohistoriker Dr. Enno Kaufhold, Projektleiter der Bielefelder Fotologe Prof. Dr. Gottfried Jäger.

Der Bielefelder Hochschulstandort hat sich im Laufe der Zeit zu einem bundesweit prägenden Zentrum für Fotografie entwickelt. Schon vor 100 Jahren wurde das Fach an der Bielefelder Handwerker- und Kunstgewerbeschule gelehrt. Seit 40 Jahren wird es an der Fachhochschule Bielefeld, heute mit Bachelor-, Master- und Doktorgrad studiert und seit 20 Jahren am bundesweit einzigen Forschungsschwerpunkt Fotografie und Medien bildwissenschaftlich erforscht. Seine seit über 30 Jahren stattfindenden Bielefelder Fotosymposien sind ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal. Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen sind daraus hervorgegangen und haben zum überregionalen Ruf der „Bielefelder Schule“ der Fotografie beigetragen. Mit dem Begriff verbindet sich eine künstlerisch, technisch und wissenschaftlich breit aufgestellte Lehr- und Forschungseinrichtung, die das bildnerische Experiment, die realitätsnahe Berufspraxis und ihre medienkritische Reflexion interdisziplinär gleichbedeutend nebeneinander stellt.

Die Bielefelder Schule
Andrea Diefenbach: Land ohne Eltern, Catalina und ihre Großmutter, 2010

Mit Gottfried Jäger, Karl Martin Holzhäuser und Jörg Boström, den ersten Professoren der aus der Werkkunstschule Bielefeld 1971 hervorgegangenen Fachhochschule Bielefeld sowie dem 1981 hinzugekommenen Professor Jürgen Heinemann und den nachfolgend tätig gewordenen Professoren Roman Bezjak, Katharina Bosse, Axel Grünewald und Emanuel Raab misst sich die Bedeutung der Bielefelder Schule zunächst an den Leistungen der Lehrenden und deren Wirken. Dazu werden weitere Arbeiten von solchen ehemaligen Absolventen der Fachhochschule Bielefeld einbezogen, deren berufliche Entwicklung von nennenswertem Erfolg gekennzeichnet ist. Dies sind im einzelnen: Sebastian Denz, Andrea Diefenbach, Philipp Dorl, Jürgen Escher, Sibylle Fendt, Axel Hoedt, Sara-Lena Maierhofer, Norbert Meier, Tomek Mzyk, Philipp Ottendörfer, Leif Schmodde, Sabine Schründer, Christian Tiefensee, Dagmar Weiss und Paula Winkler.

Bereits Gottfried Jäger, Karl Martin Holzhäuser, Jörg Boström und Jürgen Heinemann verstanden es, die in ihrer eigenen künstlerischen Arbeit angelegte Bandbreite von der autonomen, bildgebenden Fotografie (Jäger, Holzhäuser) auf der einen und der politisch-sozial engagierten, bildfindenden Fotografie (Boström, Heinemann) auf der anderen Seite zu vermitteln. Seitdem gilt als besonderes künstlerisches Merkmal der Bielefelder Schule die bildnerisch wie theoretisch geführte Auseinandersetzung mit diesen grundlegenden Tendenzen des Mediums. Zeitparallel entstanden hier als eigene Bewegungen die „Generative Fotografie“ (Jäger) und die investigative „Fotografie als Waffe“ (Roland Günter). Das schloss den später aufgenommenen Part der expliziten Werbefotografie ein, für den Karl Martin Holzhäuser im Besonderen tätig war.

Parallel findet das 35. Bielefelder Fotosymposium zu aktuellen bildwissenschaftlichen Fragestellungen unter Leitung von Prof. Dr. Kirsten Wagner (Medientheorie, Kunstgeschichte) statt. Es setzt die mit Beginn der Studienrichtung Foto-/ Film-Design im Oktober 1979 begonnene Reihe der „Bielefelder Symposien über Fotografie und Medien“ fort. Die Veranstaltung eröffnet die Diskussion um ein praxisorientiertes Hochschulstudium mit seinen hier vermittelten Sparten Foto-Design, Bildjournalismus und Künstlerische Fotografie. Namhafte Referenten aus dem In- und Ausland stellen vielfältige künstlerische Positionen zur Diskussion.

Weitere Informationen: www.die-bielefelder-schule.de

Die Bielefelder Schule
Axel Grünewald: jenseits, Ohne Titel, 2012/2013