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Das Lonka Projekt
Shaul Paul Ladany, Omer, Negev Desert, Israel
© Tsafrir Abayov / The Lonka Project, 2019 (Israel)

Das Lonka Projekt

Eine fotografische Hommage an die letzten Holocaust-Überlebenden

Tsafrir Abayov » Shlomo Arat » Roger Ballen » Bea Bar Kallos » Mauricio Candela » Thomas Dworzak » Stuart Franklin » José Giribás Marambio » Jim Hollander » Douglas Kirkland » Ziv Koren » Lois Lammerhuber » Axel Martens » Steve McCurry » Omer Messinger » Moti Milrod » Michael Nelson » Gilles Peress » Marissa Roth » Kristian Schuller » Alec Soth » Brent Stirton » Abigail Uzi » Maurice Weiss » Greg Williams » Ohad Zwigenberg » & others

Exhibition: 27 Jan – 27 Jun 2021

Freundeskreis Willy-Brandt-Haus

Stresemannstr. 28
10963 Berlin

+49 (0)30-25993787


www.fkwbh.de

Sat+Sun 10-20

Das Lonka Projekt
Sonia Kam and Hannie Dauman, Riverdale, Bronx, New York, USA
© Steve McCurry / The Lonka Project, 2020 (USA)

"Das Lonka Projekt"
Eine fotografische Hommage an die letzten Holocaust-Überlebenden


Initiatoren und Co-Direktoren: Rina Castelnuovo und Jim Hollander
Kuratorin in Berlin: Gisela Kayser, Künstlerische Leiterin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.

Ausstellung: 27. Januar bis 11. April 2021

Ab 20.3.2021 an ausgewählten Terminen wieder geöffnet.
Zutritt nur mit Online-Ticket.

Virtuelle Ausstellung und Online-Führungen auf www.fkwbh.de

Das Lonka Projekt portraitiert die letzten Überlebenden des Holocaust im Rahmen einer Wanderausstellung, die anlässlich des Gedenktages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 und der Opfer des Holocaust präsentiert wird.

Die Ausstellung vom Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. wird zunächst als virtuelle Ausstellung und in Form von Online-Führungen ab 27.1.2021 auf www.fkwbh.de zu sehen sein. 300 der weltweit führenden Fotograf*innen aus rund 30 Ländern haben für das Lonka Projekt Holocaust-Überlebende in ihrem privaten Umfeld fotografiert und ein einzigartiges Gesamtwerk geschaffen. Mitgewirkt haben renommierte Fotokünstler*innen wie Gilles Peress, Douglas Kirkland, Steve McCurry, José Giribás, Kristian Schuller, Maurice Weiss oder Marissa Roth.

Noch leben die letzten Überlebenden des Holocaust unter uns. Aber wer sind diese Menschen, wie gehen sie mit ihrer Geschichte um und wie konnten sie ihr Leben weiterführen? Das Lonka Projekt zeigt die Mütter, die Väter, die Großmütter, die Großväter, die Ehefrauen und -männer und wie sie ihre Zukunft in die Hand genommen haben. Ein Vermächtnis an Bildern für alle, die bald keine Zeitzeugen mehr haben, welche das Geschehene unvergesslich machen können.

Das Lonka Projekt wurde in Jerusalem von Jim Hollander und Rina Castelnuovo als Hommage an Rinas Mutter Lonka, Dr. Eleonora Nass (1926-2018), initiiert. Als Mädchen überlebte Lonka fünf Konzentrationslager der Nazis und repräsentiert die Lebenskraft der Holocaust-Überlebenden. Rina Castelnuovo sagt über die Ausstellung: "Wir haben beobachtet, wie sich das Projekt weiterentwickelt hat und zu einer internationalen Zusammenarbeit herangewachsen ist, bei der so viele ihre Talente mit Begeisterung eingebracht haben. Wir haben über ein ganzes Jahr hinweg stetig Bilder von Fotograf*innen erhalten und sind allen dankbar für ihren Einsatz."

Das Lonka Projekt
Peggy Parnass, Hamburg
© Axel Martens / The Lonka Project, 2019
(Germany)

Entstanden sind Fotos, die ganze Biografien und unfassbare Geschichten in sich tragen. Es sind Geschichten wie die von dem zweifachen olympischen Rennläufer Professor Shaul Paul Ladany, der 1936 in Belgrad, Jugoslawien, geboren wurde. Als er acht Jahre alt war, überlebte Shaul das Konzentrationslager Bergen-Belsen sowie 1972 als israelischer Olympiateilnehmer den Anschlag von München.

Es ist auch die Geschichte von Peggy Parnass, die 1927 in Hamburg geboren wurde. 1939 beschloss ihre Mutter, sich von ihren Kindern zu trennen und sie in Sicherheit zu bringen. Peggy Parnass wurde eine gefeierte Journalistin, Autorin und Filmemacherin. Sie schrieb Hunderte von Artikeln über Massenmorde der Nazis, die Prozesse der Baader-Meinhof-Gruppe (RAF) und gilt als Ikone für die Schwulenbewegung und die Unterdrückten.

Und es ist auch die Geschichte von Israel Meir Lau. 1945 wurde er mit acht Jahren beim Verlassen des Konzentrationslagers Buchenwald nach dessen Befreiung durch die US Army fotografiert. Später wählte man ihn zum Oberrabbiner von Israel sowie Chief Rabbi von Tel Aviv. Er erhielt den Israel-Preis für seine Haltung zu nicht-orthodoxen Konfessionen im Judentum und wurde vom französischen Präsidenten Sarkozy in die Ehrenlegion aufgenommen. Zudem war er viele Jahre Vorsitzender der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.

Das Gedenken an diese und alle anderen Holocaust-Überlebenden will das Lonka Projekt wachhalten und bildet eine hoffentlich unvergessliche pädagogische und künstlerische Fotosammlung in einer Zeit, in der die Herausforderung der Holocaust-Erinnerung immer schwieriger wird.

Das Lonka Projekt
Mordechai Perlov, Johannesburg, South Africa
© Roger Ballen / The Lonka Project, 2019 (USA)