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Asymmetry of vision  / Asymmetrie des Sehens
Kurt Buchwald
Das Tor, aus der Serie: End of History, Berlin 1994
Fotoabzug auf Barytpapier
© Kurt Buchwald

Kurt Buchwald »

Asymmetry of vision / Asymmetrie des Sehens

Exhibition: – 30 Apr 2023

Tue 31 Jan 19:00

Francisco Carolinum Linz

Museumstr. 14
4010 Linz

+43 (0)732-7720 522 00


www.ooekultur.at

Tue-Sun 10-18

Asymmetry of vision  / Asymmetrie des Sehens
Kurt Buchwald
At home, aus der Serie: Die Röhrenmenschen, Casa Colombo, 2009
Foto auf Alu-Dibond
© Kurt Buchwald

Before the fall of the Berlin Wall, there was no artist in East Germany who used photography to conduct a more provocative and extensive media, political, and ego exploration. From the very beginning, media and cultural self-doubt is palpable in Kurt Buchwald's work. He did not consider either photography itself or the GDR as a state entity to be enlightened marvels - but neither did he consider Western capitalism, as he tried to make clear immediately after the fall of the Wall. Interpreting life as a civilizational misfortune and defending himself against it with the camera is what drives him to this day.

The documentary and the intervention, two approaches with which he catapults himself into the picture, belong together in this artist's work, indeed they condition each other. Without the authenticated certainty of the factual, his art would lack the challenge; without the formalistic and serial that is inherent in Buchwald's world of images and thoughts, the poetological and stylistic link would be missing.

Kurt Buchwald is a disputatious image and action artist, a specialist in perception and an experimental image disruptor.

Asymmetry of vision  / Asymmetrie des Sehens
Installation view Brendel - Buchwald - Hartzsch, © SANDRO E. E. ZANZINGER PHOTOGRAPHIE, 2023

Kurt Buchwald (geb. 1953) ist ein streitbarer Bild- und Aktionskünstler aus dem Osten Deutschlands, ein Spezialist für Wahrnehmung und ein experimenteller Bildstörer.

Er arbeitet "asymmetrisch", d.h. ohne aufwändige Vorbereitung, ohne zusätzliches Personal und Lichttechnik, ohne Modelle, ohne Einsatz von Apparaten und Maschinen. Angeregt durch wissenschaftlich-technische Prozeduren stellt er Ordnungssysteme auf und benutzt einfache, selbst gebaute Vorrichtungen wie Blenden, Rohre und Kästen. Die Improvisation, das Experiment und das Nachdenken über die Welt, sind Voraussetzungen und Antriebe seiner künstlerischen Praxis.

Wichtig sind ihm die Aktion und der Einsatz des eigenen Körpers, wie bei allen asymmetrischen Auseinandersetzungen. Wenn er eine Blende oder ein Rohr an der Kamera montiert, ist der Körpereinsatz nicht mehr erkennbar und löst sich im Bildfinitum auf.

Das Dokumentarische und der Eingriff, zwei Ansätze, mit denen er sich selbst ins Bild katapultiert, gehören bei diesem Künstler zusammen, ja bedingen einander. Ohne die beglaubigte Sicherheit des Tatsächlichen fehlte seiner Kunst die Herausforderung; ohne das Formalistische und Serielle, das in Buchwalds Bild- und Gedankenwelt steckt, würde das poetologische und stilistische Bindeglied fehlen.

Leben als zivilisatorisches Missgeschick zu interpretieren und sich mit dem Fotoapparat dagegen zu wehren, treibt ihn bis heute um.