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chic, charmant und dauerhaft
Jürgen Hohmuth
aus der Serie "Chic, Charmant, Dauerhaft", Berlin, 1983-1985
© Jürgen Hohmuth

Jürgen Hohmuth »

chic, charmant und dauerhaft

Die legendären Modehappenings im Prenzlauer Berg oder wie Privates politisch wird

Artist Talk:

Thu 31 Aug 19:00

Kunstsammlung im Stadtmuseum Jena

Markt 7
07743 Jena

+49 (0)3641-498260


www.kunstsammlung-jena.de

Di, Mi, Fr 10-17, Do 14-22, Sa/So 11-18

"Der große Schwof"
Feste feiern im Osten


Ausstellung: 1. Juli bis 15. Oktober 2023

Die Ausstellung „Der große Schwof. Feste feiern im Osten“ zählt zu den am besten besuchtesten Ausstellungen der Kunstsammlung Jena in den vergangenen Jahren und das Interesse an der Schau hält an, ist ungebrochen, weit über Jena und Thüringen hinaus.

Am Donnerstag, 5. Oktober 2023, ist Jürgen Hohmuth zu Gast in der Ausstellung. Der Fotograf, in Berlin geboren, ist auch in Jena kein unbekannter und hat mehrere Projekte mit Partnern hier in Jena umgesetzt. Nach einer Lehre war Jürgen Hohmuth zunächst als Forstarbeiter und Zapfenpflücker tätig. 1981 begann er freiberuflich als Fotograf zu arbeiten und wirkte in den folgenden Jahren als Gründungsmitglied bei der Modegruppe chic, charmant & dauerhaft (CCD). 1986-91 folgte ein Fotografie-Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, u. a. bei Arno Fischer. Mit weiteren Fotografen gründete Hohmuth 1996 das Produktionsbüro ZEITORT. Seine Fotografien veröffentlicht er vorrangig in Bildbänden, außerdem kuratiert er Ausstellungen und wirkt bei Filmproduktionen mit. Hohmuth lebt und arbeitet in und bei Berlin und hat zahlreiche – in jeder Hinsicht besondere Foto- und Filmprojekte – realisiert.

In der Ausstellung „Der große Schwof. Feste feiern im Osten“ zeigt die Kunstsammlung Jena 314 Werke von 31 Fotografinnen und Fotografen, vor allem aus den 1980er-Jahren. In dieser Zeit spielten Feste und Feiern eine große Rolle, waren essenziell – und hatten eine Bedeutung, die sich auch aus dem Leben in einer geschlossenen Gesellschaft ableiten lässt. Viele der Feste waren spontan, meist lockerer und manchmal auch frecher als die offizielleren Feiern, gelegentlich sogar rauschhaft und ekstatisch, immer aber waren sie ein willkommenes Ventil zur Ablenkung und Entrückung aus einem beschwerlichen oder einfach nur biederen Alltag. Aus einem Fest ist vermutlich nie eine Revolution entstanden, oft waren Feste aber kleine Übungen, die den Gemeinsinn gestärkt und im Abseits herrschender Ideologien das Selbstbewusstsein gefestigt haben. Die Themen sind mit Absicht breit gewählt und reichen von der Männertagssause im Vogtland über Dorfhochzeiten und Spontanpartys in Kneipen und Wohnungen bis hin zu den legendären Modehappenings im Prenzlauer Berg.