
JAGEN & SAMMELN SYMPOSIUM
IT'S A MEME
Max Dauven » Gustaver der Liebe » Laura Hille » Johannes Kersting » memecultures.de »
Symposium:
Sat 6 Dec 14:00 - 19:00

Freundeskreis des Hauses der Photographie e.V.
Deichtorstr. 1-2
20095 Hamburg
+49 (0)40-75368661
info@freundeskreisphotographie.de
www.freundeskreisphotographie.de

Freund:innen der Fotografie:
Jagen & Sammeln Symposium "Its a meme"
6. Dezember, 12:30 – 18:30 Uhr
Auditorium, Halle für aktuelle Kunst, Deichtorhallen Hamburg
Der Freundeskreis Photographie lädt zum diesjährigen Jagen & Sammeln-Symposium ein, das unter dem Motto "Its a meme" zeigt, wie die faszinierende Welt der Memes unsere Wahrnehmung prägt.
Im Mittelpunkt des Symposiums stehen Fragen im Spannungsfeld von Kurzlebigkeit/Langlebigkeit, gemeinschaftsbildend/ausgrenzend, Kunst/Nicht-Kunst, Wahrheit/Lüge. Die Referent:innen werden mit Vorträgen, künstlerischen Positionen und medienkritischen Impulsen Grundwissen bereitstellen, Werkzeuge an die Hand geben und gemeinsam erste Schritte in die Tiefen der internet culture wagen. Memes sind visuelle Ohrwürmer, Aufmerksamkeitsmaschinen, Schnipsel, Remixe, Rekombinationen, referenzielle Netzwerke und kreative Ausdrucksformen, die sich verbreiten, Wirkmacht entfalten, Emotionen auslösen und identitätsstiftend oder politisch sein können – von lustigen Katzen bis zur Informationsverbreitung, von Ohnmacht bis Selbstermächtigung.
Mit dabei ist der Künstler Max Kersting, der gefundene Fotografien mit handschriftlichen Kommentaren in poetisch-humorvolle Mini-Narrative verwandelt. Max Dauven zeigt, wie die virale Sprache der Memes in analoge Fotografien übersetzt werden kann – und dabei sichtbar wird, wie digitale Zeichenkultur im Moment ihrer Fixierung bereits wieder zu verschwinden beginnt. Für einen humorvollen Blick in die lebendige Meme-Praxis sorgen Lennard Hertz und Nathalie Schatz, die Köpfe hinter Gustaver der Liebe, einer beliebten Meme- und Grußbildseite, die für ihre frechen, freundlichen Bildbotschaften und eine große Portion Alltagswärme bekannt ist.
Aus der Forschung kommen Impulse von memecultures.de, dem Team des Teilprojekts B04 des SFB 1512 "Intervenierende Künste", das seit 2022 das Interventionspotenzial von Internet-Memes untersucht. Gwen Schlüter forscht dort zu feministischer Theorie, subversiver Kunst und Popkultur. Brigitte Weingart, Professorin für Medientheorie an der UdK Berlin, leitet das Teilprojekt B06 zu digitalen Aneignungspraktiken und Meme-Kultur. Laura Hille beleuchtet in ihrem Vortrag die Rolle von Memes innerhalb des Techbro Universums. In zwei Podiumsgesprächen werden die verschiedenen Positionen diskutiert und zusammengebracht.

Programm
12:45 Begrüßung Viktor Hois + Marie Hübner, Symposium-Leitung
13:00 Vortrag: Prof. Dr. Brigitte Weingart und Gwen Schlüter von Memecultures.de (Teilproj. Sonderforschungsb. Intervenierende Künste, UdK Berlin)
13:40 Lesung: Max Kersting, Künstler
14:45 Vortrag: Max Dauven, Künstler
15:40 Vortrag: Laura Hille, Wissenschaftlerin
16:15 Gespräch: memecultures.de, Laura Hille & Max Dauven, Moderation Viktor Hois
17:00 Vortrag: Gustaver der Liebe, Künstler:innen-Duo
17:40 Gespräch: memecultures.de, Max Kersting, Gustaver der Liebe, Moderation: M. Hübner
Jahresgabenempfang im Phoxxi (Eintritt ist frei)
Referent:innen
Gustaver der Liebe: Lennard Hertz und Nathalie Schatz sind die Gründer:innen der Meme- und Grußbildseite Gustaver der Liebe. Frech und freundlich ist hier das Motto und ein wohlmundender Kaffee darf natürlich nicht fehlen.
Max Kersting: Max Kersting eignet sich gefundene Fotografien an und schreibt direkt auf sie, sodass neue, oft absurde, komische oder melancholische Geschichten entstehen. Seine Methode verbindet Found Footage, literarische Intervention und visuelle Komödie, indem er kontextlose Bilder zu vieldeutigen, poetisch-humorvollen Mini-Narrativen verknüpft.
Max Dauven: Max Dauven überführt die flüchtige, virale Sprache der Memes in analoge Fotografien und macht damit sichtbar, wie digitale Zeichenkultur im Moment ihrer Fixierung bereits zu vergehen beginnt.
Laura Hille, Soziologin und Medienwissenschaftlerin derzeit an der Universität Siegen, schreibt und spricht über alles, was digital ist. In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit dem veränderten Verhältnis von Mensch und Maschine durch Biohacking. Sie beschäftigt sie sich mit den Schattenseiten des digitalen Alltags und den Machtverhältnissen.
memecultures.de: Diese Website entsteht im Teilprojekt B04 des SFB 1512 „Intervenierende Künste“, das seit 2022 das Interventionspotenzial von Internet-Memes erforscht – von Aneignung über Affektzirkulation bis zu race-bezogenen Fragen.
Gwen Schlüter arbeitet dort seit 2025 zu feministischer Theorie, subversiver Kunst und Popkultur; Brigitte Weingart, Professorin für Medientheorie an der UdK Berlin, leitet das Teilprojekt B06 zu digitalen Aneignungspraktiken und Meme-Kultur.
Anmeldung: https://www.freundeskreisphotographie.de
Kosten
20 Euro Mitglieder, Studierende
25 Euro Nicht-Mitglieder & better together (2 für 1-Tickets bis 30 Jahre)
Die Teilnahme am Jahresgabenempfang ist kostenlos.
Kontakt für Rückfragen
Ulrike Klug
ulrike.klug@freundeskreisphotographie.de
Mobil: +49 172 5333 285