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Pflanzen, Planeten, Sonne und blauer Himmel
© kinoMANUAL – Aga Jarząb & Maciej Bączyk

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Pflanzen, Planeten, Sonne und blauer Himmel

Projektionen nach Jurkiewicz

Exhibition: 27 Feb – 8 Mar 2026

Fri 27 Feb 19:00

Villa Heike Kunstverein

Freienwalder Str. 17
13055 Berlin

0178-4564256


www.villaheikekunstverein.de

Thu-Sat 14-18 + b.a.

Pflanzen, Planeten, Sonne und blauer Himmel
© kinoMANUAL – Aga Jarząb & Maciej Bączyk

PLANTS, PLANETS, THE SUN, AND BLUE SKIES
kinoMANUAL – Projections from Jurkiewicz


Opening: 27.02.2026, 7pm
Exhibition: 27.02-08.03.2026
Artist talk 28.02., 4pm / moderation Anna Mituś
Opening hours: Tue, 03.03. - Sun, 08.03., from 3-7pm

Aga Jarząb and Maciej Bączyk draw on Jurkiewicz's works. Inspired by his perspective, they create visions of planets, the Sun, and the blue of the sky, intertwining them with the everyday and the domestic. The perspectives of all three intersect in careful observation, turning to the sky and to what grows indoors – the plants present in domestic space. The exhibition expands a mode of thinking in which the cosmos and plant life function on a single scale of experience, through projection, light, sound, and practices of care and observation. Four elements recur in its structure: houseplants, planets, the Sun, and the blue sky.

The exhibition becomes a space where multiple orders intersect: the internal and external, the vast and the intimate, the scientific and the domestic. It raises questions about the limits of perception and how the distant can become close. It asks whether the cosmos – rather than an area of conquest and expansion – can be considered as part of our “home.” And a finally, how far the concept of living in a world can go in which the boundary of what is considered ours is constantly shifting.


Curator:
Paweł Bąkowski

Organizers:
FOTO-GEN Gallery of the Culture and Art Centre in Wrocławw
Villa Heike

Partner:
Polish Institute Berlin

Media partners:
Pismo Artystyczne FORMAT, Contemporary Lynx, Kwartalnik Fotografia

The project was co-financed from the budget of the Lower Silesian Voivodeship Government and from a grant from the Foundation for Polish-German Cooperation

Pflanzen, Planeten, Sonne und blauer Himmel
© kinoMANUAL – Aga Jarząb & Maciej Bączyk

Pflanzen, Planeten, Sonne und blauer Himmel
kinoMANUAL - Projektionen nach Jurkiewicz

Eine Kooperation der polnischen Institution foto-gen in Wroclaw und Villa Heike Kunstverein.
Das polnische Künstler*innenduo kinoMANUAL, Aga Jarzab und Maciej Baczyk, spüren auf zarte Weise der Kunst des verstorbenen Künstlers Zdzislaw Jurkiewicz nach und schaffen wunderschöne, poetische Projektionen. Die beiden Künstler*innen werden anwesend sein, ebenfalls der Kurator der Galerie foto-gen in Wroclaw Pawel Bakowski.

Eröffnung: Freitag, 27. Februar, 2026, ab 19 Uhr
Künstler*innengespräch: Samstag, 28. Februar, 16 Uhr (Anna Mitus: Moderation)

Aga Jarząb und Maciej Bączyk greifen auf die Arbeiten Jurkiewicz’ zurück und – inspiriert von seiner Art des Sehens – entfalten Visionen von Planeten, Sonne und blauem Himmel, die sie mit dem Alltäglichen und Häuslichen verknüpfen. Die Blicke aller drei kreuzen sich in einer aufmerksamen Beobachtung und richten sich zugleich auf den Himmel wie auch auf das, was im Inneren wächst – auf Pflanzen, die im häuslichen Raum präsent sind.

Die Ausstellung wird zu einem Raum der Überkreuzung verschiedener Ordnungen: des Äußeren und des Inneren, des Riesigen und des Intimen, des Wissenschaftlichen und des Häuslichen. Sie stellt Fragen nach den Grenzen der Wahrnehmung und danach, auf welche Weise das Ferne nah werden kann. Danach, ob der Kosmos – statt als Raum von Eroberung und Expansion – als Teil unseres „Zuhauses“ verstanden werden kann. Und schließlich: Wie weit reicht der Begriff des Wohnens in einer Welt, in der sich die Grenzen dessen, was das Unsere ist, ständig verschieben.


Kurator:
Paweł Bąkowski

Organisatoren:
FOTO-GEN Galerie des Kultur- und Kunstzentrums in Wrocław
Villa Heike

Partner:
Polnisches Institut Berlin

Patroni medialni:
Pismo Artystyczne FORMAT, Contemporary Lynx, Kwartalnik Fotografia
Das Projekt wurde aus dem Haushalt der Woiwodschaftsregierung Niederschlesien und durch einen Zuschuss der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit kofinanziert

kinoMANUAL ist eine kleine, unabhängige audiovisuelle Manufaktur aus Breslau (Wrocław), gegründet von zwei Künstler*innen: Aga Jarząb und Maciej Bączyk. Seit 2014 realisieren sie gemeinsam Filme, Fotografien, Objekte und Installationen und führen dabei avantgardistische Traditionen der Light Art, der kinetischen Kunst, der Animation und des experimentellen Kinos fort. Die Arbeiten des Duos betonen den physischen Kontakt mit dem Material sowie die Beschaffenheit der Werkzeuge, mit denen sie arbeiten. kinoMANUAL kooperiert mit künstlerischen Kollektiven in Europa, entwickelt visuelle Identitäten und realisiert Ausstellungen sowie Performances in Polen und im Ausland. Ihre Filme wurden auf Festivals für Animation und experimentellen Film ausgezeichnet. Seit 2017 tritt kinoMANUAL gemeinsam mit der Band Pin Park auf, für die das Duo Visualisierungen und Videoclips gestaltet.

Aga Jarząb (1977) ist Regisseurin, Animatorin und Grafikdesignerin. Sie absolvierte die Akademie der Bildenden Künste in Breslau mit dem Abschluss Master of Fine Arts und begann dort ihre Tätigkeit als Dozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin. 2017 erlangte sie den Doktortitel im Bereich Kunst und setzt ihre Forschung an der Fakultät für Medienkunst fort. Ihre künstlerische Laufbahn begann sie als Grafikdesignerin, fand ihren eigentlichen Ausdruck jedoch schließlich in der Animation. Sie konzentriert sich auf Animationsfilme in traditionellen Techniken wie Zeichnung, Cut-out und Direct Animation. Ihre Filmografie besteht überwiegend aus abstrakten, experimentellen Kurzfilmen. Seit 2014 arbeitet sie mit Maciej Bączyk im Duo kinoMANUAL zusammen. Gemeinsam realisieren sie Filme und Performances, die auf zahlreichen Animationsfilmfestivals weltweit präsentiert werden. Als Grafikerin und Animatorin arbeitet Aga Jarząb mit vielen Kulturinstitutionen in Polen zusammen, darunter Museen, Kunstmessen und Filmfestivals. Zwei ihrer Filme aus dem Zyklus "Siostry Jarząb" wurden in die DVD-Anthologie "Akcja – animacja" aufgenommen, herausgegeben vom Nationalen Institut für Filmkunst NInA.

Maciej Bączyk (1977) ist Absolvent der Kulturwissenschaften an der Universität Breslau. Er beschäftigt sich praktisch wie theoretisch mit Klang und Bild. Im Jahr 2010 kehrte Bączyk zur bildenden Kunst zurück, insbesondere zum experimentellen Film und zur Installation. Eines der zentralen Merkmale seiner Arbeiten ist der manuelle Kontakt mit dem Film, den Bändern, den Werkzeugen und dem eigentlichen Produktionsprozess. Er trat auf und machte Aufnahmen mit Bands wie AGD, Robotobibok, Małe Instrumenty sowie mit den aktuellen Projekten Kristen und Pin Park. Zudem ist er Gastkurator des Thinktanks Lab Triennale, des Internationalen Festivals für zeitgenössische Zeichnung in Breslau.


Zdzisław Jurkiewicz wurde 1931 in Wolsztyn geboren. Er war Architekt, Maler, Zeichner, Fotograf, Theoretiker und Dichter. Er lebte und arbeitete in Breslau (Wrocław) in der Łaciarska-Straße 59. In den Jahren 1950-1956 studierte er an der Fakultät für Architektur der Technischen Hochschule Breslau, wo er 1956 sein Diplom erlangte. Nach Abschluss seines Studiums begann er eine Lehrtätigkeit an der Fakultät für Architektur, Malerei und Bildhauerei seiner Alma Mater und erhielt 1996 den Titel eines Professors für Bildende Künste. Seit 1979 lehrte er außerdem an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Posen (Poznań). Er war Mitglied des Verbands Polnischer Bildender Künstler (ZPAP) sowie der Breslauer Ortsgruppe. 1970 erhielt er den Cyprian-Kamil-Norwid-Kunstkritikpreis sowie 1976 ein Stipendium der Kościuszko-Stiftung. Ab diesem Jahr wirkte er auch als Experte des Ministeriums für Kultur und Kunst im Bereich der Bewertung zeitgenössischer Kunst. Er veröffentlichte zahlreiche Artikel über zeitgenössische Kunst und beschäftigte sich seit 1978 auch mit Poesie. Seine Werke wurden auf bedeutenden internationalen Ausstellungen gezeigt, unter anderem auf der Biennale von São Paulo (1974) und im Pariser Centre Pompidou (1983), wo er Polen repräsentierte.

Das Interesse an der Kunst wurde Jurkiewicz von seinem Vater Ludwik vermittelt. Eine der vielen Leidenschaften des Künstlers war die Astronomie. Sein erstes Teleskop konstruierte er im Alter von dreizehn Jahren, und seine Diplomarbeit an der Fakultät für Architektur der Technischen Hochschule Breslau war ein Entwurf für ein Observatorium. Jurkiewicz vertiefte seine Kenntnisse über Fragen der Farbe. Seine Gemälde, formal zunächst der Materiemalerei nahestehend, entwickelten sich zuerst in Richtung der Gestenmalerei, um sich anschließend mit dem für Jurkiewicz damals zentralen Konzept der „Form der Kontinuität“ näher auseinanderzusetzen. In der zweiten Hälfte der sechziger Jahre kehrte Jurkiewicz zur Astronomie zurück – er konstruierte Teleskope, beobachtete und fotografierte Sterne. Seine Wohnung verwandelte er in ein außergewöhnliches Kuriositätenkabinett, Atelier und Observatorium zugleich. Das Einzimmerapartment des Künstlers wurde zum Schauplatz von Ereignissen, deren einziges Zeugnis heute die fotografische Dokumentation ist, darunter Zeichnung im Badezimmer (1972), Zeichnen mit Licht (1978) und Sonne 1. VII. 1972 (1972). Gegen Ende der siebziger Jahre begannen Tiere (japanische Mäuse und Hamster, für die er eigene Objekte entwarf) eine wichtige Rolle in Jurkiewicz’ wissenschaftlich-künstlerischen Aktivitäten zu spielen; etwas später kamen auch Pflanzen hinzu, die er ebenfalls in seiner Wohnung in der Łaciarska-Straße kultivierte und beobachtete. Jurkiewicz gilt als Schöpfer des wahrscheinlich ersten Kunstwerks in Polen mit ökologischer bzw. umweltbezogener Thematik.

Er starb 2012 in Będków.

Pflanzen, Planeten, Sonne und blauer Himmel
© kinoMANUAL – Aga Jarząb & Maciej Bączyk
Pflanzen, Planeten, Sonne und blauer Himmel
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