
© François Vermot
François Vermot »
Patrimoine? L'éloquence des murs?
Kulturerbe? Oder die Eloquenz der Mauern
Exhibition: 15 Jan – 22 Feb 2026
Thu 15 Jan 18:00

Photobastei
Sihlquai 125
8005 Zürich
+41 44-2402200
info@photobastei.ch
www.photobastei.ch
Wed+Sun 12-18, Thu-Sat 17-21

© François Vermot
François Vermot
"Patrimoine? L'éloquence des murs Kulturerbe? Kulturerbe? Oder die Eloquenz der Mauern?"
Ausstellung: 15. Januar bis 22. Februar 2026
Eröffnung: Donnerstag, 15. Januar, 18 Uhr
Ein Jahr lang bereiste der Fotograf François Vermot den Berner Jura, um dessen architektonisches Erbe zu dokumentieren.
Patrimoine Grand Chasseral (Schweizer Heimatschutz) wollte dieses Projekt einem Künstler aus einer anderen Region anvertrauen und ihm völlige Freiheit bei der Umsetzung lassen. Die Route gleicht einer Schatzsuche, die sich mit der architektonischen Vielfalt der Region befasst: Gebäude aus der Belle Époque, Uhrmacherstadtplanung, Bürgerhäuser, Arbeiterwohnungen, umgenutzte Fabriken, Kinos, Schulen oder Kirchen. Im Hintergrund die Landschaften des Jura und die Raumplanung, die mal harmonisch ist, mal in krassem Gegensatz zum Kulturerbe steht.
Was ist gebautes Kulturerbe? Was ist es wert, erhalten zu werden? Was ist Schönheit und was ist historischer Wert?
Die Fotografien vermitteln die menschliche Präsenz und das tägliche Leben rund um diese Räume. Auch wenn die Bilder sich weigern, architektonische Normen zu bekräftigen, tragen sie doch dazu bei, das Auge für Kohärenz oder deren Gegenteil zu sensibilisieren, sowie für eine gewisse visuelle Poesie, die sich oft an Orten verbirgt, die durch Gewohnheit banalisiert sind. Jeder Ort hat seine Bedeutung, ob er nun schön, unvollkommen, gut gestaltet, seltsam oder banal ist. Das Bild verleiht den Mauern auf diese Weise eine gewisse Anmut und Tiefe.
Bei seinen fotografischen Streifzügen, bei Tag und bei Nacht und bei jedem Wetter, nutzte François Vermot sein Gespür und seine Sensibilität, um das bauliche Erbe der Region zu verewigen. Die Fotografien lassen den Menschen und den Alltag hinter Mauern und Räumen erkennen. Auch wenn die Bilder keine architektonischen Normen festlegen, tragen sie doch dazu bei, das Auge für Kohärenz oder deren Gegenteil zu sensibilisieren. Eine gewisse visuelle Poesie kann sich an Orten verbergen, die durch Gewohnheit banalisiert sind. Architektur der Belle Époque, Uhrmacher-Städtebau, Bürgerhäuser oder Arbeiterwohnungen bildeten unter anderem die Elemente einer Schatzsuche, deren Ergebnis, eine Serie von 80 Fotografien, in der Zeitschrift Intervalles veröffentlicht wurde.
Die Photobastei präsentiert die 80 Bilder präsentiert, darunter 22 großformatige Abzüge im Kabinett. Die Bilder zeugen von der manchmal harmonischen, manchmal eklatanten Diskrepanz zwischen der Raumplanung und der Landschaft. Durch den Blick von François Vermot erwacht das bauliche Erbe des Berner Jura zum Leben und offenbart eine einzigartige Ästhetik und unbestreitbare Poesie, die den Mauern eine einzigartige und intime Ausdruckskraft verleiht.

© François Vermot
Der autodidaktische Filmemacher und Fotograf François Vermot wurde 1987 in Neuenburg geboren. Parallel zu seinem Geografiestudium an der Universität Freiburg drehte er seine ersten Dokumentarfilme – Porträts, die eine besondere Sensibilität für die Lebensräume der gefilmten Personen zeigen. Er entwickelte ein Interesse für Fotografie und Licht und beobachtete, was passiert, wenn nichts passiert. Als Liebhaber von Architektur und Stadtplanung widmet er sich Umgebungen, die man sich nicht idyllisch vorstellt oder die auf den ersten Blick gewöhnlich erscheinen. So entstanden Werke, die der Banalität eines Ortes, der Realität einer Kulisse oder ihrer Kehrseite Tribut zollen.

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