
© OÖ Landes-Kultur GmbH, Francisco Carolinum
Annegret Soltau »
Uncensored. A retrospective
Exhibition: 27 Feb – 28 Jun 2026
Thu 26 Feb 19:00

© OÖ Landes-Kultur GmbH, Francisco Carolinum
Staged photography and body art
With her distinctive, radically feminist visual language, Annegret Soltau is one of the most important representatives of staged photography and body art in the 1970s and 80s. Social norms, body politics, and female identity are central themes in her work. Her artistic exploration of pregnancy, motherhood, and family in the 1970s and 80s, in which she lays bare complex emotional landscapes, inner conflicts, and states of mind, is unique. Her work consistently makes her own female biography the subject, thereby breaking with social conventions, some of which are still valid today. She questions role models and deconstructs clichés about motherhood and family. To this day, her work breaks taboos by confronting us powerfully with the aging of the female body and questions of transience.
Technically, the artist also forges her own path, developing the photo-stitching and photo-etching method characteristic of her work. She repeatedly defies social and aesthetic conventions with her art, often facing public censorship. This retrospective sheds light on her entire oeuvre, establishes the artist as an important voice in contemporary art, and demonstrates the enduring relevance of her work.
An exhibition by the Städel Museum, Frankfurt am Main, in cooperation with the Francisco Carolinum, Linz.
Curatorial concept by Svenja Grosser, curated by Michaela Seiser.
Inszenierte Fotografie und Body Art
Annegret Soltau zählt mit ihrer eigenständigen, radikal feministischen Bildsprache zu den bedeutendsten Vertreterinnen der inszenierten Fotografie und Body Art in den 1970er- und 80er-Jahren. Gesellschaftliche Normen, Körperpolitik und weibliche Identität sind zentrale Themen ihrer Werke. Ihre künstlerische Auseinandersetzung mit Schwangerschaft, Mutterschaft und Familie in den 1970er- und 80er-Jahren, in der sie komplexe Gefühlswelten, innere Konflikte und emotionale Zustände freilegt, ist einzigartig. Ihr Werk macht ihre weibliche Biografie konsequent zum Thema und bricht damit mit gesellschaftlichen Konventionen, die zum Teil noch immer gültig sind. Sie hinterfragt Rollenbilder und dekonstruiert Klischees über Mutterschaft und Familie. Bis heute brechen ihre Arbeiten Tabus, wenn sie uns eindringlich mit dem Altern des weiblichen Körpers und Fragen der Vergänglichkeit konfrontieren.
Auch technisch geht die Künstlerin ihren eigenen Weg, sie entwickelt die für ihr Werk charakteristische Methode der Fotovernähung und -radierung. Immer wieder verstößt sie mit ihren Arbeiten gegen gesellschaftliche und ästhetische Konventionen und wird von der Öffentlichkeit zensiert. Die Retrospektive rückt ihr Gesamtwerk ins richtige Licht, etabliert die Künstlerin als wichtige Stimme der Gegenwartskunst und zeigt, wie relevant ihre Arbeiten über die Zeit geblieben sind.
Eine Ausstellung des Städel Museums, Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Francisco Carolinum, Linz.
Kuratorisches Grundkonzept Svenja Grosser, kuratiert von Michaela Seiser.
