
Franki Raffles »
Licht ins Dunkel – Fotografie und Frauenbewegungen
Inszenierung, Aktivismus, Überlieferung.
Exhibition:
Mon 8 Jun 18:30

Museum der Arbeit
Wiesendamm 3
22305 Hamburg
+49 (0)40-428 133 0
Mon 10-21, Wed-Fri 10-17, Sat+Sun 10-18
Franki Raffles
Photography, Activism, Campaign Works
Ausstellung: 6. Juni bis 6. September 2026
Mit vier Expert*innen diskutieren wir darüber wie Frauenbewegungen historisch und gegenwärtig Fotografie für ihre Zwecke nutzen. Außerdem stellen wir die Frage, wie die visuelle Geschichte von Frauenbewegungen dokumentiert, verwahrt und überliefert wird.
Zoom-Teilnahme: Anmeldung bei Luisa Hahn
Franki Raffles (1955-1994) fotografierte Arbeits- und Lebenswelten von Frauen und stellte dabei aktivistische Positionen in den Vordergrund. Nach ihrem Tod wurden ihre Fotografien von ihrer Familie verwahrt und konnten 20 Jahre später an ein Archiv übergeben und für Forschung und Kunstwelt erschlossen werden. Mit Raffles‘ Geschichte als Anknüpfungspunkt diskutieren wir mit vier Expert*innen über die visuelle Geschichte der Frauenbewegungen in Deutschland und rücken Fotografie als Teil feministischer Praxis, Selbstrepräsentation und politischer Strategie in den Fokus.
Dabei widmen wir uns der Frage, welche dieser Fotografien sichtbar werden und wie. Welche Bilder kommen ins Archiv oder gar ins Museum? Welche bleiben unsichtbar?
Mit:
Tamara Block ist Historikerin und Mitarbeiterin im Projekt „Erschließung und Digitalisierung von Sammlungsgut“ im Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Kommunikation im Ersten Weltkrieg und Geschichte der Fotografie.
Sévérine Kpoti ist freiberufliche Fotografin, Konzertveranstalterin und (Sub-)Kulturaktivistin in Freiburg. Seit 2018 dokumentiert sie soziale und gesellschaftliche Strukturen und Subkulturen mit Fokus auf queer_feministische und BIPOC-Themen, Netzwerke und Communities. In diesem Kontext hat sie mehrere Veranstaltungen mit feministischen Geschichtswerkstätten und Archiven durchgeführt.
Klara Niemann ist Kunsthistorikerin und Kuratorin in Köln. Für ein Forschungsprojekt der Kunstmuseen Nordrhein-Westphalen hat sie sich mit dem Nachlass der Fotografin Angela Neuke (1943-1997) beschäftigt. Ziel war es, den bis dato unerschlossenen Bestand erstmals umfänglich zu sichten und Strategien für die Zugänglichkeit und Vermittlung zu entwickeln.
Nietze ist freiberufliche Fotografin in Leipzig, die sich mit ihren dokumentarischen und künstlerischen Arbeiten gesellschaftlich relevanten Themen widmet, die nicht genug öffentliche Aufmerksamkeit erreichen. Ihr dokumentarisches Langzeitprojekt „Hidden Heroes“ setzt sich für Sichtbarkeit und Aufklärung rund um Endometriose und Adenomyose ein.