
Neue Bücher in der FOTOHOF>EDITION
Eric Asamoah » Caroline Heider » Florian Rainer »
book talk:
Fri 26 Jun 19:00

FOTOHOF
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5020 Salzburg
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www.fotohof.at
Tue-Fri 15-19, Sat 11-15
Eric Asamoah »Here, Nowhere Else«, FOTOHOF>EDITION Bd. 403
In »Here, Nowhere Else« widmet sich Eric Asamoah den Boxern von Jamestown, Accra. Boxing erscheint dabei nicht nur als Sport, sondern als Metapher für das Leben selbst: für Resilienz, Verletzlichkeit und das ständige Ringen um Selbstbestimmung. Die Bilder sind zugleich persönlich und universell – geprägt von Nähe, Empathie und dem Mut, sich selbst zu zeigen. Das Buch entstand aus einem langen Dialog mit den Subjekten und spiegelt Asamoahs künstlerische Haltung wider.
Eric Asamoah im Gespräch mit Michael Mauracher.
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Caroline Heider »Balance Studies«, FOTOHOF>EDITION Bd. 369
»Balance Studies. Fotografie für alle« ist ein konzeptionelles Fotobuch basierend auf einem Handbuchvorschlag von 1933 von Lucia Moholy. Sie war gezwungen zu emigrieren und konnte ihr Anleitungsbuch nicht fertigstellen. Mit dieser Publikation stellt Caroline Heider sich ausdrücklich in die lange Tradition von Anleitungen, in welchen Fotografinnen geraten wird, nicht nur Fotoapparat und Licht zu beherrschen, sondern vor allem die Bildgestaltung, also: Sie sollten Sehen lernen. Gleichzeitig bricht sie als weibliche Autorin mit der Tradition, da diese Art der Ratgeberliteratur fast ausschließlich mit einem männlichen Blick verfasst ist.
Caroline Heider im Gespräch mit Mateusz Dworczyk.
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Michael Ponstingl »Sozialreportage als Medienspektakel. 'Durch die Wiener Quartiere des Elends und Verbrechens' von Emil Kläger und Hermann Drawe, 1905/1920«, FOTOHOF>EDITION Bd. 410
Mit dem Lichtbildervortrag »Durch die Wiener Quartiere des Elends und Verbrechens« setzte das Volksbildungshaus Urania im Mai 1905 Maßstäbe: Es entstand eine der weltweit ersten Sozialreportagen, die auf die Macht der Fotografie vertraute. Der aufrüttelnde Text des Journalisten Emil Kläger und die drastischen Lichtbilder des Richters Hermann Drawe beleuchteten die Schattenseiten der Industrialisierung. Sie dokumentierten das Leben dort, wo das Bürgertum wegsah: in der Kanalisation, den Ziegelöfen und Massenquartieren. Die Reaktionen auf dieses Medienspektakel reichten von purer Sensationslust bis zu tiefer Betroffenheit. Mit der Präsentation von Fotoabzügen auf der »Allgemeinen Hygienischen Ausstellung« 1906 und der Buchveröffentlichung von 1908 verliehen die Autoren ihrem Anliegen in verschiedenen Medienformaten zusätzliches Gewicht. 1920 fand das Thema schließlich seinen Weg auf die Kinoleinwand – hochkarätig besetzt mit Stars des Burgtheaters. Aus der Reihe: Beiträge zur Geschichte der Fotografie in Österreich, Band 24
Michael Ponstingl im Gespräch mit Birgit Sattlecker.
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Florian Rainer »TAGADA«, FOTOHOF>EDITION Bd. 400
Wenn das Riesenrad seinen abendlichen Schatten auf den Prater wirft, erwacht ein kleineres aber vielleicht sogar wichtigeres Rad zum Leben: das Tagada. Seit Jahrzehnten werden Teenager in seinen Bann gezogen. Sie suchen einen Ort der Eskapade und des Zusammenhalts. Florian Rainers Arbeit, die im Sommer 2020 fotografiert wurde, lebt von dieser Energie: sie erzählt die Geschichte Wiener Jugendlicher die ihre Sorgen und die Einschränkungen durch Corona vergessen wollen und dafür das Tagada als Treffpunkt auserwählt haben. Das Tagada ist das einzige Fahrgeschäft im Prater, das Körperbeherrschung und Risikofreude erfordert. Verletzungen werden dabei als Teil des Spiels in Kauf genommen. Die Geschwindigkeit, die Lichter, die Musik und das Publikum schaffen einen Raum, um erwachsen zu werden.
Florian Rainer im Gespräch mit Peter Schreiner.
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