
Not Knowing — Photography and the Unknown
Lasse Branding » Natela Grigalashvili » Ana Hupe » Karina Nimmerfall » Munem Wasif » Tobias Zielony » & others
Tagung: 22 Oct – 25 Oct 2026
Orangerie Theater
Volksgartenstraße 25
50677 Köln

Internationale Photoszene Köln
Im MediaPark 7
50670 Köln
+49 (0)221-966 72 377
"Not Knowing — Photography and the Unknown"
Ein Kongress der Internationalen Photoszene Köln
22. bis 25. Oktober 2026 in der Orangerie, Köln
Was geschieht, wenn wir Fotografie nicht primär als Medium des Wissens, der Sichtbarmachung und der Vergewisserung verstehen, sondern als ein Feld der Unsicherheit, der Lücke, der Projektion und der Spekulation?
Vom 22. bis 25. Oktober 2026 lädt die Internationale Photoszene Köln zum Kongress "Not Knowing — Photography and the Unknown" ein. Künstler:innen, Wissenschaftler:innen, Archivar:innen, Designer:innen, Performer:innen und Denkerinnen aus unterschiedlichen Disziplinen kommen zusammen, um sich mit den Grenzen des Sichtbaren, den Bedingungen von Wissen und den Potenzialen des Nichtwissens auseinanderzusetzen. Der Kongress bildet den diskursiven Auftakt des Photoszene-Festivals 2027.
Im Zentrum steht die Frage, was sichtbar, denkbar oder erfahrbar wird, wenn wir Unsicherheit nicht als Defizit verstehen, sondern als produktiven Ausgangspunkt. Der Kongress begreift Nichtwissen als Voraussetzung von Erkenntnis, als kreative Methode und als Möglichkeit, dominante Wissensordnungen zu hinterfragen.
In vier Themenfeldern (Perception, Practices, Traces und Potentials) untersucht der Kongress fotografische Bilder und Bildkulturen als Orte, an denen Wahrnehmung, Evidenz und Wahrheit instabil werden: von den Grenzen menschlicher und technologischer Sichtbarkeit über künstlerische Strategien des Arbeitens mit Lücken und Fragmenten bis hin zu Archiven, Auslassungen und spekulativen Zukünften. Vorträge, Gespräche, Workshops, Performances und Screenings eröffnen dabei Denk- und Erfahrungsräume, in denen unterschiedliche Formen des Wissens und Nichtwissens aufeinandertreffen.
Der Kongress richtet sich an ein kunst- und fotografieinteressiertes Publikum ebenso wie an Studierende, Forschende, Gestalter*innen und Fachpublikum aus Kunst, Wissenschaft, Medien, Archiv- und Bildpraxis — sowie an alle, die Nichtwissen als Möglichkeit des Denkens begreifen möchten.
Der Kongress will nicht nur über Nichtwissen sprechen, sondern Bedingungen schaffen, unter denen es produktiv werden kann: als Öffnung, als tastende Bewegung in ein Gelände, das gemeinsam erkundet, aber nie vollständig ausgeleuchtet wird.
Mit Beiträgen unter anderem von Tasneem Almamar, Lasse Branding, Forensic Architecture, Myriam Grigalashvili, Lilian Haberer, Jana Johanna Haeckel, Orit Halpern, Tom Holert, Su Yu Hsin, Ana Hupe, Celine Kapoor, Marie Köhler, Karina Nimmerfall, Julian Peschel, Julia Richard, Sonja Riegler, Danielle Rosales, Jens Schröter, Nada Rosa Schroer, Anja Schürmann, Urs Stahel, Daniel Stier, Viktoriia Tymonova, Bindi Vora, Munem Wasif, Tobias Zielony und weiteren Gästen.
Wir freuen uns außerdem auf die Archivleiter:innen der Artist Meets Archive #5 Residencies: Maurice Cox, Adelheid Komenda, Berit Schallner, Anne Stukenborg und Thomas Thorausch – im Gespräch mit Daria Bona, sowie auf die Beiträge von Studierenden aus der Zusammenarbeit mit drei Hochschulen: der Kunsthochschule für Medien Köln (Andreas Langfeld & Konstantin Butz), der Hochschule für Musik und Tanz Köln (Prof. Constanze Schellow) und der SRH University Berlin (Prof. Anna Rosa Krau).
Ort: Orangerie Theater, Köln
Weitere Informationen und Tickets: hier
Wir möchten einen Kongress gestalten, an dem möglichst viele Menschen teilnehmen können. Die Veranstaltungsorte sind barrierefrei zugänglich, außerdem bieten wir während des Kongresses eine Kinderbetreuung an. Nach dem Ticketkauf fragen wir individuelle Bedarfe und Zugänglichkeitsanforderungen ab, um bestmöglich darauf eingehen zu können.
Der Kongress wird großzügig gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, die Kunststiftung NRW, die Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland und die Sparkasse KölnBonn. Die Internationale Photoszene Köln wird institutionell durch die Stadt Köln gefördert.