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EIN BERLINER KOFFER
THOMAS STRUCK
Übersehen – Ein Berliner Koffer
Fotografien von Fide Struck 1928 – 1941
Deutsch
23 × 32 cm
112 Seiten, 85 s/w-Abbildungen, Softcover
ISBN 978-3-95476-883-7
38,00 €
www.distanz.de

Fide Struck »

EIN BERLINER KOFFER

Der Fotonachlass von Fide Struck 1932-1938

Buchvorstellung:

Thu 30 Jul 18:00 - 20:00

Freundeskreis Willy-Brandt-Haus

Stresemannstr. 28
10963 Berlin

+49 (0)30-25993787


www.fkwbh.de

Tue-Sun 12-18

Ein Berliner Koffer
Der Fotonachlass von Fide Struck 1932-1938

Ausstellung: 5. Juni bis 27. September 2026

Buchvorstellung mit Thomas Struck (Herausgeber) und Lily von Wild (Produktion) zum Fotobuch Übersehen – Ein Berliner Koffer, erschienen im DISTANZ Verlag.

Anlässlich der Ausstellung im Willy-Brandt-Haus ist erstmals ein umfassender Band mit Fide Strucks Berliner Fotografien erschienen. Thomas Struck schildert in erzählerischen Beiträgen die Geschichte des Fundes. Die Fotografien zeigen einen Alltag abseits des offiziellen Blicks auf die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Bei der Veranstaltung berichten Herausgeber und Produzentin von der Entstehung des Buches und beantworten Fragen zu den Fotografien.

Eintritt frei | Ausweis erforderlich | ohne Anmeldung

Vom 5. Juni bis 27. September 2026 zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus die Fotografien von Fide Struck in der Ausstellung "Ein Berliner Koffer". Fide Struck (1901-1985) fotografierte in den 1930er Jahren in Berlin - beiläufig, treffsicher und mit Witz. 1941 packte er rund 3.000 Negative in einen Holzkoffer, der den Krieg und eine Odyssee durch das Nachkriegsdeutschland überstand. 2015 öffnete Strucks jüngster Sohn Thomas den Koffer und begann, den Nachlass zu erschließen. Das Willy-Brandt-Haus zeigt nun eine Auswahl der eindrucksvollsten Fotografien aus Fide Strucks Werk.

Fide Struck fand 1925 in der vom Bauhaus und Deutschen Werkbund beeinflussten Künstlersiedlung Gildenhall bei Neuruppin zur Fotografie. Dort lernte er die praktischen Grundlagen und Ideen der Arbeiterfotografie kennen. In Berlin arbeitete er anschließend als freier Bildberichterstatter, Arbeiterfotograf und Angestellter. 1941 wickelte er in seiner Berliner Wohnung am Lützowplatz etwa 3.000 Fotonegative aus Glas und Film in Tageszeitungen und packte sie in einen Holzkoffer, in der Hoffnung, nach dem Krieg wieder zu fotografieren. Im selben Jahr zog er für eine neue Arbeitsstelle nach Hamburg. Der Koffer überstand den Krieg und eine Odyssee durch die Nachkriegszeit.

Anfang der 2000er Jahre brachte ein Verwandter den Koffer zu Fide Strucks jüngstem Sohn in Berlin. Am 24. Mai 2015 öffnete Thomas Struck den Koffer - nur zwei Kilometer von dem Ort entfernt, an dem er 74 Jahre zuvor gepackt worden war – und entdeckte, was sein Vater gesehen hatte - und was nicht. Seitdem erforscht er den fotografischen Nachlass, der jahrzehntelang unentdeckt blieb. Rund 120 Motive sind nun in der Ausstellung im Willy-Brandt-Haus zu sehen.

Begleitend gibt es eine Audiotour durch die Ausstellung, in der Ulrich Tukur und Eva Mattes zu zwölf Fotografien szenische Hörbilder sprechen. Im DISTANZ Verlag erscheint der Bildband "Übersehen – Ein Berliner Koffer • Fotografien von Fide Struck 1928 – 1941".