
Fide Struck »
EIN BERLINER KOFFER
Der Fotonachlass von Fide Struck 1932-1938
Lichtbildervortrag:
Wed 2 Sep 19:00

Freundeskreis Willy-Brandt-Haus
Stresemannstr. 28
10963 Berlin
+49 (0)30-25993787
presse@freundeskreis-wbh.de
www.fkwbh.de
Tue-Sun 12-18
Ein Berliner Koffer
Der Fotonachlass von Fide Struck 1932-1938
Ausstellung: 5. Juni bis 27. September 2026
Unsere aktuelle Ausstellung Ein Berliner Koffer – Der Fotonachlass von Fide Struck zeigt eine kleine Auswahl aus dem riesigen Bilderfundus, den der Fotograf Fide Struck 1941 sorgsam in einen Holzkoffer packte. Sein Sohn Thomas Struck nimmt uns an diesem Abend mit auf eine Reise durch den deutschen Alltag der 1920er und 1930er Jahre. Er zeichnet die Geschichte seines Vaters nach und führt uns an die verschiedenen Orte, an denen Fide Struck seine Motive fand. Freuen wir uns auf Anekdoten und Hintergrundinformationen, aber auch auf richtig gute Geschichten rund um den Bilderschatz von Fide Struck.
Vom 5. Juni bis 27. September 2026 zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus die Fotografien von Fide Struck in der Ausstellung "Ein Berliner Koffer". Fide Struck (1901-1985) fotografierte in den 1930er Jahren in Berlin - beiläufig, treffsicher und mit Witz. 1941 packte er rund 3.000 Negative in einen Holzkoffer, der den Krieg und eine Odyssee durch das Nachkriegsdeutschland überstand. 2015 öffnete Strucks jüngster Sohn Thomas den Koffer und begann, den Nachlass zu erschließen. Das Willy-Brandt-Haus zeigt nun eine Auswahl der eindrucksvollsten Fotografien aus Fide Strucks Werk.
Fide Struck fand 1925 in der vom Bauhaus und Deutschen Werkbund beeinflussten Künstlersiedlung Gildenhall bei Neuruppin zur Fotografie. Dort lernte er die praktischen Grundlagen und Ideen der Arbeiterfotografie kennen. In Berlin arbeitete er anschließend als freier Bildberichterstatter, Arbeiterfotograf und Angestellter. 1941 wickelte er in seiner Berliner Wohnung am Lützowplatz etwa 3.000 Fotonegative aus Glas und Film in Tageszeitungen und packte sie in einen Holzkoffer, in der Hoffnung, nach dem Krieg wieder zu fotografieren. Im selben Jahr zog er für eine neue Arbeitsstelle nach Hamburg. Der Koffer überstand den Krieg und eine Odyssee durch die Nachkriegszeit.
Anfang der 2000er Jahre brachte ein Verwandter den Koffer zu Fide Strucks jüngstem Sohn in Berlin. Am 24. Mai 2015 öffnete Thomas Struck den Koffer - nur zwei Kilometer von dem Ort entfernt, an dem er 74 Jahre zuvor gepackt worden war – und entdeckte, was sein Vater gesehen hatte - und was nicht. Seitdem erforscht er den fotografischen Nachlass, der jahrzehntelang unentdeckt blieb. Rund 120 Motive sind nun in der Ausstellung im Willy-Brandt-Haus zu sehen.
Begleitend gibt es eine Audiotour durch die Ausstellung, in der Ulrich Tukur und Eva Mattes zu zwölf Fotografien szenische Hörbilder sprechen. Im DISTANZ Verlag erscheint der Bildband "Übersehen – Ein Berliner Koffer • Fotografien von Fide Struck 1928 – 1941".