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The Message
Jamel Shabazz, The Righteous Brothers, New York City, 1981
© Jamel Shabazz, Courtesy Galerie Bene Taschen, Köln

Jamel Shabazz »

The Message

HipHop & Jamel Shabazz‘ New York der 1980er Jahre zwischen sozialer Krise und kultureller Resilienz

Ausstellungsrundgang:

Sat 5 Sep 15:00

Museum für Photographie Braunschweig

Helmstedter Str. 1
38102 Braunschweig

+49 (0)531-75000


www.photomuseum.de

Tue-Fri 13-18, Sat/Sun 11-18

Vortrag mit Lukas Helling, Kunst- und Medienwissenschaftler
Die Stadt New York, in der Jamel Shabazz 1960 geboren wurde, war schon der Schauplatz vieler sozialer und kultureller Bewegungen: der Harlem Renaissance und des Black Arts Movement – und ab den 1970er Jahren auch des HipHop.
Der Vortrag von Lukas Helling befasst sich mit sozioökonomischen Bedingungen dieses urbanen Raums, der der Geburtsort des HipHop ist. Der kulturelle Einfluss von Musik, Fashion und Tanz wurde auch visuell im New Yorker Stadtbild sichtbar und wurde maßgeblich von den Black Communities geprägt. Shabazz zog mit seiner Kamera durch die Straßen von Brooklyn und den übrigen Boroughs, um die Menschen in stolzer Weise festzuhalten und mit seinem fotografischen Werk einen unverwechselbaren Stil der dokumentarischen Street Photography zu schaffen.

In Brooklyn geboren und aufgewachsen, begann Jamel Shabazz (*1960) in den späten 1970er Jahren, Menschen zu fotografieren, denen er auf den Straßen New Yorks begegnete. Seine Porträts entstehen seither weitgehend im öffentlichen Raum und fügen sich ein in die Tradition des Genres der Street Photography und des Menschen im öffentlichen Raum. Die Straße als Raum der Begegnung und Selbstdarstellung, sei es durch Mode oder Pose, als Bühne für Musik und auch kritische Momente des Lebens von Einzelpersonen, Gemeinschaften aus unterschiedlichen Generationen, sind die Themen, die Shabazz aufgreift.

Seit vielen Jahren dokumentiert Jamel Shabazz mit seinen unmittelbar kommunizierenden und gleichzeitig sensiblen Porträts die Menschen der Black und Latin Communities und ihre Lebensmomente in New York. Seine Porträts zeigen dabei stets Empathie und Nähe, stellen kompositorisch besondere Bildmomente im Stadtraum dar, der für viele der in seinen Porträts vorgestellten Personen zum Lebensraum der sozialen Interaktion und Bühne zur Entwicklung der eigenen Identität wird. Das Werk von Shabazz kann in der Tradition der sozial engagierten Fotografie und in der Tradition von Gordon Parks stehenden Ansätzen betrachtet werden. Die besondere Qualität der Fotografien von Jamel Shabazz schafft es, die positiven Lebensenergien und Lebensmomente von Minderheiten und oftmals durch ihre Hautfarbe sozial benachteiligten Personen trotz deren oftmals kritischer Lebensumstände zu erkennen.

2018 wurde er mit dem Preis der Gordon Parks Foundation ausgezeichnet. 2022 folgte ein Publikationspreis der Gordon Parks Foundation für eine Publikation bei Steidl.

Nach bereits wichtigen Museumsausstellungen in New York und Europa sowie einer Vielzahl von Publikationen im internationalen Kontext zeigt das Museum für Photographie Braunschweig in einer ersten Museumsausstellung in Deutschland das Werk des New Yorkers. Wichtige Werkgruppen, die im Bereich der Schwarzweiß- und Farbfotografie seit den frühen 1980er Jahren entstanden sind, frühe Fotoalben und Bücher des in Brooklyn, New York lebenden Fotografen werden vorgestellt.