
Claudia Larcher »
No applause. No life. No pain.
Künstlerführung:
Sat 12 Sep 14:00
Aus Spuren entstehen Geschichten: ein ungewöhnlicher Kinosaal, ein Blumenbild, das von einer Maschine erzeugt wurde, ein Vogelei in einer Schublade. Sie erzählen von dem, was verschwindet – und von dem, was bleibt.
„No applause. No life. No pain.“ entfaltet ein Panorama des Wandels: des Aussterbens von Arten, des Schwindens gemeinsamer Kulturräume und der Veränderung unserer Wahrnehmung im Zeitalter generativer KI. In ihren Filmen, Installationen und KI-basierten Arbeiten verbindet Claudia Larcher ökologische Fragen mit Überlegungen zur Zukunft des Kinos und der Bildproduktion.
Über das Sammeln
Im Zentrum stehen drei Werkgruppen: Extinction Story, Still Life 3000 und The End. Sie arbeiten mit Archiven, Sammlungen und Datensätzen und richten den Blick auf jene (Macht-)Apparate, die unsere Vorstellungen der Welt prägen – von der privaten Sammlung über das Kino hin zur künstlichen Intelligenz.
Welche Zukunft stellen wir uns vor?
Die titelgebende Zeile „No applause. No life. No pain.“ stammt aus The End und beschreibt mit trockenem Humor eine sehr menschliche Sehnsucht: den Wunsch nach Aufmerksamkeit, Anerkennung und einem bleibenden Abdruck in der Welt. Zugleich fragt die Ausstellung, was geschieht, wenn wir diese Logik des Immer-mehr und Immer-sichtbar-sein-Wollens loslassen. Zwischen Artensterben, Bildproduktion und den Versprechen neuer Technologien eröffnet sie einen Raum, in dem nicht Optimierung und Kontrolle im Vordergrund stehen, sondern die Möglichkeit, Zukunft, Technologie und Zusammenleben anders zu denken.
Kuratiert von Eva Fischer
