Hier können Sie die Auswahl einschränken.
Wählen Sie einfach die verschiedenen Kriterien aus.

eNews

X





Bitter Oranges
Aus der Serie "Bitter Oranges"
© Gilles Reckinger

Gilles Reckinger »

Bitter Oranges

Ethnographische Photoausstellung zu afrikanischen Erntearbeitern in Kalabrien

Exhibition: 1 Oct – 25 Oct 2026

Thu 1 Oct 18:00

Photobastei

Sihlquai 125
8005 Zürich

+41 44-2402200


www.photobastei.ch

Wed+Sun 12-18, Thu-Sat 17-21

Bitter Oranges
Aus der Serie "Bitter Oranges"
© Gilles Reckinger

Gilles Reckinger
"Bitter Oranges"
Ethnographische Photoausstellung zu afrikanischen Erntearbeitern in Kalabrien

Ausstellung: 1. bis 25. Oktober 2026
Eröffnung: Donnerstag, 1. Oktober, 18 Uhr

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Empirischen Kulturwissenschaft Schweiz – Sektion Zürich

Fotos dokumentieren den Alltag von geflüchteten Menschen, die als Saisonarbeitende unter sklavenähnlichen Bedingungen auf Orangenplantagen in Kalabrien arbeiten.

Viele der Bootsflüchtlinge, die über Lampedusa nach Europa kommen, landen als Saisonarbeiter auf den Orangenplantagen in Kalabrien. Die Hungerlöhne bringen schockierende Lebensbedingungen mit sich: Die Arbeiter müssen in Slums aus Karton und Plastikplanen am Rande der Stadt oder in Zeltlagern leben. Die Kapazitäten dieser Lager sind unzureichend und die hygienischen Zustände desaströs. Im Sommer, wenn es keine Arbeit gibt, müssen viele von ihnen hungern.

Die Fotoausstellung Bitter Oranges ist das Ergebnis einer mehrjährigen Forschung, in der Prof. Dr. habil. Gilles Reckinger, in Begleitung wechselnder Projektmitarbeiter:innen, regelmässig die Orangenarbeiter von Rosarno aufsuchte. Dabei liess er die Arbeiter selbst mit Digitalkameras bzw. Smartphones ihre Lebenssituationen dokumentieren. Zusätzlich zu diesen Aufnahmen sind Fotografien, Film- und Tondokumente des Forschers zu sehen.

Ziel der Ausstellung ist es, die sklavenähnlichen Lebensbedingungen der Arbeiter einem breiten Publikum bekannt zu machen. Zugleich werden auf leicht verständliche Weise die strukturellen Bedingungen ihrer Lebenslagen zwischen europäischer Migrationspolitik, Preisdruck in der Lebensmittelproduktion und extremer Prekarisierung an den unteren Rändern der Arbeitsgemeinschaft deutlich gemacht.